Wie erwartet ist mit dem gestrigen Apple-Event auch die neue iPhone Firmware in Version 3.1 erschienen. Das Update enthält die üblichen von Apple nicht näher beschriebenen Fehlermeldungen und Verbesserungen. Immerhin wird eine Reihe von Änderungen explizit während des Updates angegeben. Ich zitiere mal aus der Update-Info:
- Genius-Empfehlungen für Programme
- Unterstützung für iTunes 9
+ Genius-Mixe
+ Organisieren Sie Ihre Apps direkt in iTunes
+ Optimierte Synchronisierungsoptionen für Musik, Filme, Fernsehsendungen, Podcasts und Fotos
- Einlösen von iTunes Geschenkgutscheinen, Codes und Gutscheinen im App Store
- Anzeigen der verfügbaren Kontoguthaben im App Store und im iTunes Store
- Drahtlos im iTunes Store nach Klingeltönen suchen und sie laden
- Per Mail und MMS erhaltene Videos in "Aufnahmen" sichern
- Beim Trimmen eines Videos auf dem iPhone 3GS gibt es die Option "Als neuen Clip sichern"
- Bessere iPhone 3G Wi-Fi Leistung, wenn Bluetooth aktiviert ist
- Fernsperren des iPhone mit einem Code über MobileMe
- Verwenden der Sprachsteuerung auf dem iPhone 3GS mit Bluetooth-Headsets
- Einfügen von Telefonnummern in den Ziffernblock
- Die Funktionen der Bedienungshilfe sind auf dem iPhone 3GS wahlweise über die Home-Taste verfügbar
- Warnung beim Besuch von betrügerischen Websites mit Safari (Anti-Phishing)
- Verbesserte Synchronisierung mit dem Exchange-Kalender und optimierte Handhabung von Einladungen
- Behebung eines Problems, bei dem einige App-Symbole nicht richtig dargestellt wurden
Das Update ist für alle iPhone-Versionen geeignet.
Donnerstag, 10. September 2009
Dienstag, 25. August 2009
Verteiltes Server-Monitoring: neighborhoodwat.ch
Erst vor wenigen Stunden im Netz aufgetaucht ist neighborhoodwat.ch (NHW). Einige Düsseldorfer haben die Idee eines verteilten Monitoring-Netzwerkes umgesetzt und bieten diesen interessanten Service an. Jeder, der einen Server überwachen lassen möchte, installiert auf einem seiner Server einen Agenten, der vom zentralen Server eine Liste mit URLs bekommt, die er fortan prüft. Aktuell bietet das System noch nicht viele Features. Es gibt z.B keine Historie. Aber mit einem derart verteilten Netz könnte man natürlich künftig interessante Aussagen über Performance und Verfügbarkeit aller Netze ermitteln, über die die Agenten verstreut sind.Zur Prüfung meines Blogs, wollte ich den Service direkt mal ausprobieren. Zur Anmeldung kann man eine OpenID verwenden, die über viele Anbieter zur Verfügung steht. Da mein Blog über Google und Blogger läuft, lagen diese als IDs am nächsten. Aber leider bekam ich immer nur eine Fehlermeldung: Not found. Über den Twitter-Account der Betreiber (@thehoodwatch, @mutle) erfuhr ich dann, dass es noch Probleme gäbe und nur myOpenID aktuell sicher funktionieren würde.
Mit der OpenID von myOpenID funktionierte die Anmeldung dann ohne Probleme. Nach der Anmeldung landet man auf einer Übersichtsseite, die die überwachte Site und deren Staus anzeigt. Ohne Agenten tut sich hier aber noch nicht viel.Für die Installation sind laut "Installationsbeschreibung" nur Ruby, Ruby Gems, Cron und natürlich ein NEIGHBORHOODWAT.CH-Account erforderlich. Darüberhinaus müssen noch gcc und g++ installiert sein, wenn Ihr wie ich Ruby selbst bauen wollt. Da auf dem Server noch kein Ruby installiert war, habe ich die Installation von Ruby (basierend auf Kates Gasis Anleitung) aber auf OpenSuSE 11 folgendermaßen durchgeführt:
wget ftp://ftp.ruby-lang.org/pub/ruby/1.8/ruby-1.8.6-p368.tar.gz
tar -xzf ruby-1.8.6-p368.tar.gz
cd ruby-1.8.6-p368/
./configure --prefix=/usr/local --enable-pthread \
--with-zlib-dir=/usr/local \
--with-readline-dir=/usr/local
make
sudo make installAnschliessend musste noch Rubygems installiert werden. Es wird keine Version vorgegeben, also die aktuelle Version 1.3.5 verwenden:
wget http://rubyforge.org/frs/download.php/60718/rubygems-1.3.5.tgz
tar -xzf rubygems-1.3.5.tgz
cd rubygems-1.3.5/
sudo ruby setup.rbJetzt sollte die Installation des Agenten folgen. Der liess sich leider auf der referenzierten Github-Seite (Liste der Gems) nicht direkt finden. Wie ich aus den Tweets von @mutle erfuhr, fehlte noch die Freigabe bei Github. Einige Stunden später lag der Agent in Version 0.0.7 via GitHub vor. Die Installation war noch ein wenig zickig, da die eventmachine in einer falschen Version gezogen wird, wenn man direkt den Agenten holen will. Deshalb zunächst die Gems eventmachine und json installieren:
sudo gem install eventmachine
sudo gem install json
sudo gem install mutle-neighborhoodwatch-agent \
--source=http://gems.github.com/Über die WebSite von NHW musste nun noch der neuen Agent angelegt und über "Instructions" die ID des Agenten abgeholt werden. Nachdem die Gems installiert waren, konnte nun der Agent aufgerufen und die ID übergeben werden. Das funktionierte auf Anhieb. VORSICHT: Nach dem ersten erfolgreichen Aufruf kann man die ID nicht mehr über die WebSite von Neighborhoodwat.ch abrufen.
neighborhoodwatch-agent <agent id>Nun noch der Eintrag in die crontab:
*/5 * * * * neighborhoodwatch-agent <agent id>Der Prozess muss nicht mit Root-Rechten gestartet werden, so dass die ganze Installation mit einem unpreviligierten User möglich ist.
Bislang funktioniert die Benachrichtigung über Störungen nur per eMail. Ich hoffe, das die Ergänzung um Twitter als Meldekanal in Kürze nachgereicht wird.
Freitag, 14. August 2009
XP auf neuer Hardware installieren
Hätte nicht gedacht, dass ich über eine Windows-XP-Installation noch einen Blogeintrag schreiben würde. Leider hat mein alter APC seinen Geist aufgegeben. Ob nun eines der vielen Gewitter der letzten Wochen Schuld war, oder der lange Stromausfall mit vorhergehenden Netzstörungen, oder einfach nur die Hitze? Jedenfalls hatte ich den PC einige Wochen nicht genutzt. Und nun stand ein Spieleabend an, und da musste ein neues Gerät her. Zum Zocken habe ich mir also mit der Hilfe der PC Games Hardware-Zeitschrift einen neuen PC ohne Betriebssystem bei Alternate geordert. Schon 2 Tage später wurde das gute Stück geliefert. Vielleicht etwas naiv habe ich meine Windows XP Professional-CD eingeschoben und den Rechner eingeschaltet. Damit begann dann das Windows Abenteuer:
Schon während des Durchforstens der Treiber bei der Installationsvorbereitung verabschiedete sich diese mit einem BlueScreen und dem Hinweis, das der pci.sys-Treiber fehlerhaft sei:
Wahrscheinlich ein Treiberproblem. Also per Google nach der Fehlernummer gesucht und schnell fündig geworden. Es sollen also Chipsatzprobleme sein, die mit dem SP2 behoben sind. Gut das ich noch eine andere Installations-CD hatte, die schon SP2 beinhaltete. Also nochmal von vorne mit dieser CD. Damit ging es zwar etwas weiter, aber auch hier kam ein BlueScreen mit einer ähnlich kryptischen Fehlermeldung:
Diese bedeutet, das XP das Boot-Device nicht finden kann. Also habe ich mein altes DVD-Laufwerk eingebaut. Damit kam ich dann endlich bis zum Willkommensbildschirm der Installation, um erneut zu scheitern, weil keine Festplatte gefunden wird.
Das Problem hier war dann die BIOS-Einstellung SATA-Laufwerke via AHCI anzusteuern, womit XP nicht von Haus aus umgehen kann. Man kann AHCI aber im BIOS abschalten. Daraufhin habe ich es wieder mit dem neuen DVD-Laufwerk probiert, und siehe da, das Problem löste sich damit ebenfalls und die Installation lief endlich durch.
Erst jetzt kam ich auf die Idee, das mit dem neuen PC ja auch eine Treiber-CD geliefert worden sein müsste. Dummerweise unterstützt die Installation von XP nur Treiber von Diskette. Und eine Floppy hat der neue Rechner natürlich nicht mehr.
Also alle Treiber unter XP von der CD installiert, insb. natürlich die Chipsatztreiber. Dann das System ausgeschaltet, eingeschaltet und im BIOS wieder umgestellt auf AHCI ... Klappte nicht! Der BlueScreen war so schnell wieder weg das ich nichts erkennen konnte. Also das automatische Neustarten nach einem BlueScreen abschalten und es erneut versuchen ... Die erwartete Fehlermeldung: XP kann das Boot-Device nicht finden. Schade. Also werde ich wohl erstmal AHCI abgeschaltet lassen, bis ich wieder Zeit habe das genauer zu untersuchen.
Über 60 Patches hat Microsoft auf Lager, die natürlich nur kleckerweise dargeboten werden und dann einen Neustart erfordern. Alles in allem werde ich beim nächsten mal die paar Euro für ein neues Betriebssystem nicht sparen.
Schon während des Durchforstens der Treiber bei der Installationsvorbereitung verabschiedete sich diese mit einem BlueScreen und dem Hinweis, das der pci.sys-Treiber fehlerhaft sei:
Es wurde ein Problem festgestellt. Windows wurde heruntergefahren, damit der Computer nicht beschädigt wird.
[bla bla ...]
Technische Information:
*** STOP: 0x0000007E (...)
*** pci.sys - Address F748... base at F748..., DateStamp 3b...
Wahrscheinlich ein Treiberproblem. Also per Google nach der Fehlernummer gesucht und schnell fündig geworden. Es sollen also Chipsatzprobleme sein, die mit dem SP2 behoben sind. Gut das ich noch eine andere Installations-CD hatte, die schon SP2 beinhaltete. Also nochmal von vorne mit dieser CD. Damit ging es zwar etwas weiter, aber auch hier kam ein BlueScreen mit einer ähnlich kryptischen Fehlermeldung:
Es wurde ein Problem festgestellt. Windows wurde heruntergefahren, damit der Computer nicht beschädigt wird.
[bla bla ...]
Technische Information:
*** STOP: 0x0000007B (...)
Diese bedeutet, das XP das Boot-Device nicht finden kann. Also habe ich mein altes DVD-Laufwerk eingebaut. Damit kam ich dann endlich bis zum Willkommensbildschirm der Installation, um erneut zu scheitern, weil keine Festplatte gefunden wird.
Das Problem hier war dann die BIOS-Einstellung SATA-Laufwerke via AHCI anzusteuern, womit XP nicht von Haus aus umgehen kann. Man kann AHCI aber im BIOS abschalten. Daraufhin habe ich es wieder mit dem neuen DVD-Laufwerk probiert, und siehe da, das Problem löste sich damit ebenfalls und die Installation lief endlich durch.
Erst jetzt kam ich auf die Idee, das mit dem neuen PC ja auch eine Treiber-CD geliefert worden sein müsste. Dummerweise unterstützt die Installation von XP nur Treiber von Diskette. Und eine Floppy hat der neue Rechner natürlich nicht mehr.
Also alle Treiber unter XP von der CD installiert, insb. natürlich die Chipsatztreiber. Dann das System ausgeschaltet, eingeschaltet und im BIOS wieder umgestellt auf AHCI ... Klappte nicht! Der BlueScreen war so schnell wieder weg das ich nichts erkennen konnte. Also das automatische Neustarten nach einem BlueScreen abschalten und es erneut versuchen ... Die erwartete Fehlermeldung: XP kann das Boot-Device nicht finden. Schade. Also werde ich wohl erstmal AHCI abgeschaltet lassen, bis ich wieder Zeit habe das genauer zu untersuchen.
Über 60 Patches hat Microsoft auf Lager, die natürlich nur kleckerweise dargeboten werden und dann einen Neustart erfordern. Alles in allem werde ich beim nächsten mal die paar Euro für ein neues Betriebssystem nicht sparen.
Sonntag, 19. Juli 2009
Rsync von TimeCapsule auf USB-Platte
Die Sicherung des MacBooks auf die TimeCapsule ist eine echte Erleichterung, aber optimal ist es auch noch nicht. Man sollte z.B. nicht das MacBook zuklappen, wenn die Sicherung gerade läuft. Meistens geht das zwar gut, aber ich durfte auch schon 3 mal im vergangenen Jahr das Backup wegschmeissen und ein neues Backup anlegen. Andererseits hat es mich aber auch schon zweimal gerettet. Ein Mac läßt sich komplett Neuinstallieren vom TimeCapsule-Backup aus, und ist danach so restauriert, als wäre nix gewesen.
Ich verwende die TimeCapsule aber nicht nur zum Backup, sondern auch als FileServer für Musik, Videos und Bilder. Damit ist dann aber auch wieder eine Sicherung dieser Daten erforderlich. Ich habe schon einige Varianten durchprobiert. z.B. den Anschluss einer USB-Festplatte direkt an der TimeCapsule und dann die Sicherung über die eingebaute Archivierungsfunktion. Das klappt einmalig auch ganz gut, (dauert leider viele viele Stunden). Aber leider kann man dieses Archiv nicht aktualisieren. D.h. man muss komplett wieder alles sichern, und das geht garnicht. Schliesslich soll die Platte nicht durch das Sichern mehr belastet werden, als durch die Datennutzung. Und man macht das dann auch nicht regelmäßig, weil die TimeCapsule währenddessen nicht genutzt werden kann.
Also schliesse ich die Sicherungs-USB-Platte an das MacBook an und kopiere die Daten mittels rsync. Dazu habe ich mir ein kleines Skript geschrieben, das die zu sichernden Verzeichnisse via rsync abzieht. Das Hauptproblem hierbei war, dass die Sicherung einige Dateien immer und immer wieder kopiert. Ich habe viele der Optionen von rsync durchprobiert, um das zu optimieren, ohne nennenswerte Fortschritte. Checksum-Vergleiche würden funktionieren, aber das dauert wieder endlos.
Warum also glaubt rsync, dass die Dateien sich ändern, obwohl sich nichts geändert hat? Das Schreiben eines Logfiles mit der Option "--log-file=logdateiname" brachte mich auf die richtige Spur. Es wird für jede Datei angegeben, was rsync beim Vergleich ermittelt hat und wie es mit ihr umgeht. In der Manual-Page von rsync findet man unter der Option "-i" bzw. "--itemize-changes" eine Erklärung der Information.
Jedenfalls habe ich so herausgefunden, das sich der Timestamp geändert hat. Mit dem Finder sind die Zeiten aber identisch. Scheinbar werden die Timestamps aber auf der Zielplatte auf volle Sekunden gerundet, so dass im Millisekundenbereich Unterschiede existieren, die aber nicht angezeigt und nicht kopiert werden. Somit haben diese Dateien für rsync immer unterscheidliche Timestamps. Mit der Option "--modify-window=n" kann man rsync anweisen, eine gewisse Unschärfe beim Vergleich zu verwenden. Standard ist n=0. Im Manual steht: "When transferring to FAT filesystems rsync may re-sync unmodified files. See the comments on the --modify-window option." Da die Quellplatte aber die TimeCapsule ist, hatte ich diese Warnung überlesen. Aber scheinbar kann man das Problem von FAT-Formaten auch mitnehmen auf andere Dateisysteme.
Mit "n=1" ist das Problem jedenfalls behoben und ich kann endlich in wenigen Minuten eine Aktualisierung des Backups der TimeCapsule durchführen. Letztendlich nutze ich nun rsync erfolgreich mit den folgenden Parametern:
rsync --progress -a --delete --delete-excluded --ignore-errors --force -S -h --stats --modify-window=1 --log-file=$logdatei.log $quellpfad $zielpfad
Update 15.12.2009:
Seit Snow Leopard muss ich das modify-window auf "2" setzen, damit das Backup reibungslos läuft und nicht immer alles übertragen wird. Ich hab leider noch keine Zeit gehabt, das näher zu untersuchen.
Ich verwende die TimeCapsule aber nicht nur zum Backup, sondern auch als FileServer für Musik, Videos und Bilder. Damit ist dann aber auch wieder eine Sicherung dieser Daten erforderlich. Ich habe schon einige Varianten durchprobiert. z.B. den Anschluss einer USB-Festplatte direkt an der TimeCapsule und dann die Sicherung über die eingebaute Archivierungsfunktion. Das klappt einmalig auch ganz gut, (dauert leider viele viele Stunden). Aber leider kann man dieses Archiv nicht aktualisieren. D.h. man muss komplett wieder alles sichern, und das geht garnicht. Schliesslich soll die Platte nicht durch das Sichern mehr belastet werden, als durch die Datennutzung. Und man macht das dann auch nicht regelmäßig, weil die TimeCapsule währenddessen nicht genutzt werden kann.
Also schliesse ich die Sicherungs-USB-Platte an das MacBook an und kopiere die Daten mittels rsync. Dazu habe ich mir ein kleines Skript geschrieben, das die zu sichernden Verzeichnisse via rsync abzieht. Das Hauptproblem hierbei war, dass die Sicherung einige Dateien immer und immer wieder kopiert. Ich habe viele der Optionen von rsync durchprobiert, um das zu optimieren, ohne nennenswerte Fortschritte. Checksum-Vergleiche würden funktionieren, aber das dauert wieder endlos.
Warum also glaubt rsync, dass die Dateien sich ändern, obwohl sich nichts geändert hat? Das Schreiben eines Logfiles mit der Option "--log-file=logdateiname" brachte mich auf die richtige Spur. Es wird für jede Datei angegeben, was rsync beim Vergleich ermittelt hat und wie es mit ihr umgeht. In der Manual-Page von rsync findet man unter der Option "-i" bzw. "--itemize-changes" eine Erklärung der Information.
Jedenfalls habe ich so herausgefunden, das sich der Timestamp geändert hat. Mit dem Finder sind die Zeiten aber identisch. Scheinbar werden die Timestamps aber auf der Zielplatte auf volle Sekunden gerundet, so dass im Millisekundenbereich Unterschiede existieren, die aber nicht angezeigt und nicht kopiert werden. Somit haben diese Dateien für rsync immer unterscheidliche Timestamps. Mit der Option "--modify-window=n" kann man rsync anweisen, eine gewisse Unschärfe beim Vergleich zu verwenden. Standard ist n=0. Im Manual steht: "When transferring to FAT filesystems rsync may re-sync unmodified files. See the comments on the --modify-window option." Da die Quellplatte aber die TimeCapsule ist, hatte ich diese Warnung überlesen. Aber scheinbar kann man das Problem von FAT-Formaten auch mitnehmen auf andere Dateisysteme.
Mit "n=1" ist das Problem jedenfalls behoben und ich kann endlich in wenigen Minuten eine Aktualisierung des Backups der TimeCapsule durchführen. Letztendlich nutze ich nun rsync erfolgreich mit den folgenden Parametern:
rsync --progress -a --delete --delete-excluded --ignore-errors --force -S -h --stats --modify-window=1 --log-file=$logdatei.log $quellpfad $zielpfad
Update 15.12.2009:
Seit Snow Leopard muss ich das modify-window auf "2" setzen, damit das Backup reibungslos läuft und nicht immer alles übertragen wird. Ich hab leider noch keine Zeit gehabt, das näher zu untersuchen.
Dienstag, 23. Juni 2009
HDMI Kabel durch Leerrohr verlegen
Einen HD-fähigen Beamer habe ich schon recht lange. Aber HD-Material zuspielen kann ich erst seit ein paar Tagen mit dem neuen Blueray-Player. Da der Beamer aber an der Decke befestigt ist und das Kabel nun quer durch den Raum an der Decke hängt, sollte das Kabel in das dafür vorgesehene Leerrohr verlegt werden. Ich habe leider kein Kabel gefunden, das speziell für diesen Zweck geeignet gewesen wäre. Der HDMI-Stecker passte einfach nicht durch das Rohr. Der Tipp vom Verkäufer beim Mediamarkt war, das Plastik am Stecker zu entfernen. Hab ich nicht gemacht. Das Risiko, das der Stecker dann irgendwo doch hängenbleibt und das Rohr blockiert war mir zu hoch. Den verschweissten Stecker abzulöten ist mir ebenfalls zu heikel.
Also blieb nur das Zerschneiden eines Kabels mit anschliessendem verlöten der gekappten Kabelstränge. Beim bisher verlegten Komponentenkabel war das mit den 3 Drähten noch übersichtlich. Da bietet HDMI wesentlich mehr Drähte. Verwendet habe ich ein Kabel von inakustik in Premium-Qualität. 10 Meter lang und 3-fach geschirmt, 15 Drähte und davon 8 in Zweierpärchen mit eigener Abschirmung. Da der Stecker 19 Pins hat, gehe ich davon aus, das auch diese 4 Abschirmungen der Zweierpärchen durchgeführt werden. Somit mussten 19 Drähte geflickt werden.
Zunächst habe ich das Kabel ein stückweit abisoliert, um zu prüfen,das die Farbkodierung einfach das anschliessende zusammenführen ermöglicht. Die Drähte sind schön bunt, bzw. die 4 Pärchen leicht unterscheidbar durch die farbige Extraabschirmung. Das Durchschneiden des Kabels hat etwas Überwindung gekostet, aber was hilft es.
Das getrennte Kabel liess sich nun mit etwas Spüli relativ einfach in das Leerrohr einziehen und die Lötarbeiten konnten beginnen. Jedes Drähtchen einzeln wurde mit einem Schrumpfschlau überzogen, verdrillt und einer nach dem anderen verlötet. Die Abschirmung der 4 Pärchen haben wir ebenfalls verlötet, mit Alufolie wieder um das Drahtpaar gewickelt und anschliessend mit Isolierband verklebt.
Nach 2 Stunden war es geschafft. Alle Drähte verbunden, alles wieder eingewickelt und anschliessend mit Isolierband wieder eingewickelt. Jetzt blieb nur noch der spannende Test, ob die Operation auch gelungen ist. Und, ja, es hat geklappt. Das Signal kommt klar rein, und es gibt keine defekten Pixel oder Zeilen.
Links:
Also blieb nur das Zerschneiden eines Kabels mit anschliessendem verlöten der gekappten Kabelstränge. Beim bisher verlegten Komponentenkabel war das mit den 3 Drähten noch übersichtlich. Da bietet HDMI wesentlich mehr Drähte. Verwendet habe ich ein Kabel von inakustik in Premium-Qualität. 10 Meter lang und 3-fach geschirmt, 15 Drähte und davon 8 in Zweierpärchen mit eigener Abschirmung. Da der Stecker 19 Pins hat, gehe ich davon aus, das auch diese 4 Abschirmungen der Zweierpärchen durchgeführt werden. Somit mussten 19 Drähte geflickt werden.
Links:
Dienstag, 16. Juni 2009
Domainwechsel erfolgreich
Seit einigen Tagen ist mein Blog nun unter einer eigenen Domain erreichbar: blog.woyager.de
Es war zwar kein Hexenwerk, aber gerade die korrekte Einrichtung des DNS-Servers hat doch ein bisschen Geduld und Experimentieren erfordert, da die Beschreibungen bei Google nicht genau die Möglichkeiten meines Providers (Hetzner) wiedergaben. Hier kann man nämlich direkt den Eintrag in das Zonefile vornehmen, und damit muss der korrekte Eintrag wie folgt aussehen:
Wichtig ist der Punkt hinter dem Domainnamen! Statt der Platzhalter ### muss natürlich die IP-Adresse Eures Servers bzw. Eurer Domain angegeben werden, falls es über das Blog hinaus noch andere Subdomains bzw. die Homepage gibt.
Abgesehen davon ist die Hilfe bei Google zu dem Thema aber wirklich hilfreich: CNAME record erstellen ...
Es war zwar kein Hexenwerk, aber gerade die korrekte Einrichtung des DNS-Servers hat doch ein bisschen Geduld und Experimentieren erfordert, da die Beschreibungen bei Google nicht genau die Möglichkeiten meines Providers (Hetzner) wiedergaben. Hier kann man nämlich direkt den Eintrag in das Zonefile vornehmen, und damit muss der korrekte Eintrag wie folgt aussehen:
@ IN A ###.###.###.###
localhost IN A 127.0.0.1
www IN A ###.###.###.###
loopback IN CNAME localhost
blog IN CNAME ghs.google.com.
Wichtig ist der Punkt hinter dem Domainnamen! Statt der Platzhalter ### muss natürlich die IP-Adresse Eures Servers bzw. Eurer Domain angegeben werden, falls es über das Blog hinaus noch andere Subdomains bzw. die Homepage gibt.
Abgesehen davon ist die Hilfe bei Google zu dem Thema aber wirklich hilfreich: CNAME record erstellen ...
Samstag, 9. Mai 2009
Closing Ceremony FedCon 2009
Und dann kommt auch schon das Ende der FecCon 2009. Mit der Closing Ceremony beginnt das große Verabschieden. Die Händler und Aussteller beginnen mit dem Abbau. Die Säle werden leerer und alles versammelt sich zur Abschlussveranstaltung in der Main-Bridge. Die Preisträger der Kunstwerke (Bilder und Modelle) werden gekürt und bekommen einen eher symbolischen Preis. Die Tombola-Hauptgewinne werden verlost. Man dankt den Sponsoren. Ein paar besondere Auktionen von Marc B. Lee moderiert bringen eine Backstage-Karte für 260 € unters Volk und eine Wappen-Platte mit den Autogrammen aller Gäste dieser und der letzten Convention vom Stand der Klingonen geht für 1000 € weg.
Es laufen noch ein paar Trailer über die Leinwand. Und dann gehts los mit der Laser-Show, die auch die Opening eröffnete. Anschliessend kommen nocheinmal alle Gäste nacheinander auf die Bühne, verabschieden und bedanken sich und wiederholen immer wieder, das auf der FedCon die weltbesten Fans sind. Nichelle Nicols wird mit Minuten langen Standing Ovations verabschiedet. Und dann sagte sie: "FedCon is my HeartCon!".
Unter tosendem Applaus verabschieden sich alle Gäste und müssen noch zwei mal auf die Bühne kommen, bevor der Applaus langsam verebbt. Jetzt verabschiedet sich auch Marc und es läuft ein Video mit Bildern der Convention. Dann geht das Licht an und der Zauber verfliegt langsam.Bis zum nächsten Jahr ...
Im Folgenden noch ein paar Links mit weiteren Informationen zur FedCon:
Alle meine Blog-Einträge zur FedCon 18 könnt Ihr über das Tag FedCon18 filtern.
SF-Radio hat in einigen Reportagen direkt von der FedCon 18 berichtet. Ihr könnt im Youtube Channel SF-Radio aktuell 11 Reportagen finden.Die Seite der vergangenen FedCon 18 findet sich im Historienarchiv der Con-Site.
- FedCon 18
- Für die nächste FedCon hat die Planung schon begonnen: FedCon WebSite
Mit einem sehr objektiven und auf das monetäre gerichteten Focus bloggt Peter Monadjemi über seinen Halbtagsbesuch am Sonntag der Convention über die Panels von Nichelle Nichols und dem BSG-Trio.Einen sehr ausführlichen Einblick mit sehr persönlichen Infos gibt uns Anne in Ihrem Blog. Sie gehört zum Kamera/DVD-Team, das bisher nur auf der RingCon war. Somit war dies Ihre erste FedCon.
Zusammenfassung aller Panels und Events rund um die Battlestar Galactica Gäste der FedCon bei Caprica City:Abschliessend findet Ihr bei Trekzone eine sehr umfangreiche Berichterstattung über die Convention. Vorberichterstattung, Tagebuch, Panelberichte, Nachlese ...
FedCon 18 - Sonntag
Es nimmt sehr viel Zeit in Anspruch die ganzen Erinnerungen, Gedanken, Bilder und Infos zusammenzutragen, zu sortieren und im Blog niederzuschreiben. Hier also der nachgelieferte 3. Tag der Convention, der früh morgens begann, in anbetracht des Abends zuvor, der wieder lang geworden war.
Christopher Judge (Teal'C)
Als erstes kam also Christopher Judge auf die Bühne und fragte jeden Fragensteller ob er einen Kater habe (hangover). Aber wahrscheinlich war es für diese Gruppe von Fans noch zu früh, da niemand die Frage bejahen konnte. Um 5:30 haben ihn wohl die letzten Barbesucher geweckt gehabt, so dass er vorschlug, das ihm alle in den 6. Stock folgen sollten um ein bisschen Krach zu machen.
Bei der Gelegenheit gab er zu, dass er früher auch so war und gerne mal bis 4 oder 5 Uhr durchgefeiert hatte. Auch zu Beginn seiner Stargate Zeit. Dabei war er dann teilweise so müde, dass er während der Dreharbeiten einschlief. Als man ihn mal erwischte, sagte er das Teal'C meditiert hätte. In der ersten Tokra-Folge gab es eine Szene, in der Amanda Carter einen langen Vortrag halten musste und er immer einschlief, wenn sie ein paar Sätze gesagt hatte. Wenn wir darauf achten würden, es gäbe keine Sequenz während dieser Besprechung, in der er die Augen offen hätte, so dass die Regie es so in der Folge belassen müssten. Nach einem Beamtenjob sah das SG-1-Team eigentlich garnicht aus.
Es ist vielleicht nicht überraschend, dass Christopher im Gegensatz zu Teal'C tatsächlich lachen kann, aber das er das so gerne tut und ein wirklich lustiger Zeitgenosse ist, hätte man wahrscheinlich nicht erwartet. Über Michael Shanks weiss er zu erzählen, das dieser sich gerne schlechte Filme ansieht. Und zwar vollständig inklusive der Endcredits. Und dann schaut er ihn nochmal an, um zu prüfen, ob er wirklich so schlecht war.
Er hat mal in einer Folge McGyver mitgespielt. Teal'C war ursprünglich gedacht als eine Kombinierte Rolle von Worf und Spock. Also ... Sporf? Und wenn man sich das so überlegt: Das Hochziehen der Augenbraue hat er wirklich von Spock übernommen.
Angesprochen auf irgendwelche besonderen Vorkommnisse während seiner Castings, erzählte Christopher entrüstet von einem Casting-Director in L.A., der für eine der größten TV Shows die Castings durchführt. Heute auch noch. Er bringt wohl immer seine Hunde mit, die auch mal einen Schauspieler anspringen, während der Audition wild rumbellen oder einen Haufen auf die Bühne legen, ohne das das jemanden stören würde. Unglaublich!

Zum Abschluss seines Panels marschierte dann noch ein Stargate Fanclub auf um ihn zu Ehren, wobei er sichtlich seinen Spass hatte.
Linguisten und Physiker
Aus dem Panel der Linguisten (Dr. Rainer Nagel und Alexandra Velten), das sehr interessant war, aber leider ein Lückenfüller parallel zu den Autogrammstunden und Essenszeiten spielen musste, habe ich dementsprechend nicht viel mitnehmen können. Datas Katze heisst Spot. Aber Spot ist eigentlich ein Hundename in Amerika, so wie bei uns Fifi. Eventuell ist das ein gewollter Hinweis auf Data's Versuch menschlich zu sein und wieder knapp daneben zu liegen?
Die Panels von Dr. Hubert Zitt konnte ich dieses Jahr leider auch nicht besuchen, in denen er wieder die Physik von Star Trek erklärt hat. An seiner FH hält er zum Semesterabschluss immer eine spezielle Startrekvorlesung. Letztes Jahr hatte er an einer Amerikanischen Universität sogar eine Vorlesung zur Star Trek Physik gehalten, in der man einen Abschluss machen konnte.
Dominic Keating (Lieutenant Malcolm Reed)
Und wieder ist es eine sehr intensive und lustige Convention für ihn. Er hatte das bei seiner letzten FedCon erlebte schon fast wieder vergessen. Auf Anfrage sang er für uns wieder seine alternative Titelmelodie von Enterprise mit eigenem Text. Einige Zeilen daraus lauten: "It was not a long road, it was only four years", "I've got tits and ass, just as good as Jolene Blalock; I've got looks and charm, much more than Connor Trinneer; I've got books and smarts, just as much as Doctor Phlox has."
Sein Panel war erst um 11:30 Uhr, aber ohne "Coffee!!!" ging es nicht weiter. Anschließend erzählte er seine Erst-Convention-Erfahrung mit ein paar Klingonen auf der Toilette die sich in Klingonisch über ihn unterhielten und das Linda auf der Brücke in den Drehpausen immer Modemagazine gelesen hat.
Nach kurzer Suche bei Youtube habe ich den Werbespot von "Canada Dry" gefunden, in dem Scott Bacula ein bisschen albern herumtanzt und dieses Getränk besingt und bewirbt. Das Team hat sich einen Spass mit ihm erlaubt und im Besprechungsraum der Ennterprise auf allen Monitoren gleichzeitig den Spot abgespielt, während Jolene Blalock und Anthony Montgomery mit den vom Requisiten Team nachempfundenen Flaschen von Canada Dry tanzten. Scott wurde binnen weniger Sekunden knall rot.
Edward James Olmos (Commander Adama) und Michael Hogan
(Colonel Tigh)
Meiner Meinung nach war das das spannendste, reichhaltigste und tiefgreifendste Panel der FedCon. Wie zu erwarten wurde auch hier wieder fleissig gespoilt. Zum Beispiel wurde klar, wer der letzte Zylone der Flotte ist und das die oder der Schauspieler/in bis heute nicht akzeptiert hat ein Zylone zusein. Es war also auch für die Schauspieler erst in der Folge selber enthüllt worden, wer seit Jahren einen Zylonen spielt.
Wer erinnert sich nicht an die Szene, in der Adama in seiner Kabine sitzt und die Emotionen ihn überwältigen. Die beiden erzählen, das gestandene Militärs sich bei ihnen bedankt hätten, das sie auch diese Seite gezeigt hätten, die in der Realität niemand offen zeigen darf, obwohl es das natürlich gibt. So mancher hat sich gut mit Adama identifizieren können.
Ist euch schonmal aufgefallen, das die Quartiere, Umkleiden und Duschen für Männer und Frauen auf der Galactica nicht getrennt sind? Tigh's Callsign wurde nie erwähnt in der gesamten Serie, aber muss ja eigentlich eins haben. Hogan wollte as mal die Autoren fragen, während Olmos sagte, Tigh's Callsign wäre "Harmdog".

Auf die Frage, ob jeder der beiden mal den jeweils anderen spielen könnte, verneinten beide zunächst, dann aber spielte Olmos den schlafenden Tigh woraufhin Hogan den schluchzenden Adama präsentierte.
Die letzte Folge ist im TV stark gekürzt worden. Von 56 auf 41 Minuten. Dabei sind nicht einfach ein paar Szenen entfernt worden sondern überall ist ein bisschen abgeknabbert worden. Auf der DVD ist die Folge in voller Länge enthalten.
Die Serie streift, verarbeitet und behandelt viele Themen des aktuellen Zeitgeschehens nach dem 11. September. Umgang mit Terroristen ist nur eines der Themen. Zum Beispiel wird auch die Abtreibung thematisiert. Kann man in einer Situation, in der die ganze Rasse vom Aussterben bedroht ist ernsthaft Abtreibung betreiben? Hierbei gab es wohl auch parallel zur laufenden Serie viele Diskussionen und gerade die Bloggerszene hat durch Ihre Fragen, Berichte und auch Visionen die Serie vorangebracht.
Schon in seinem ersten Panel kam zur Sprache, das Mr. Olmos in seiner Rolle als Commander Adama des Battlestar Galactica (zusammen mit Roslin) vor den Vereinten Nationen (UN) eingeladen war. Hier ein kleiner Ausschnitt in dem "Adama" den UN-Vertretern erklärt, dass es nur eine menschliche Rasse gibt. Und am Ende rufen alle mit Ihm zusammen "So say we all".
Die Wiederholung dieser Redewendung als Verstärkung und Vereinung und Motivation war übrigens eine Idee von Edward James Olmos, der in seiner Ansprache vor der versammelten Mannschaft diesen letzten Satz 10 mal wiederholte. Es dauerte eine Weile, bis der Groschen viel und er alle mitgerissen hatte. Und natürlich beendete er auch das Panel auf diese Weise:
So say we all!
So say we all!
So say we all!
Star Trek Runde
Richard Arnold, John Billingsley, Nana Visitor, Nichelle Nichols, Connor Trinneer und Robert Picardo gemeinsam bildeten die Trek-Runde, die Richard einleitete mit dem Hinewis, das wir bei diesem geballten Trek-Aufgebot nun mal alle Fragen stellen könnten, die wir uns bisher nicht zu fragen trauten.

Als erstes ergreift Nichelle anschliessend das Mirko und ruft "So say we all!". Anschliessend erzählt sie die Geschichte, wie Uhura zu ihrem Namen kam. Sie laß während der Wartezeiten beim Casting zu Star Trek einen Roman über Afrika namens "Uhuru". Da Gene noch auf der Suche nach einem Namen für die Figur Uhura war und ihm "Uhuru" gut gefiel, aber nicht nach einer Frau klang, fragte er Nichelle und sie schlug dann Uhura vor. Anschliessend preist sie Richard Arnold als tragende Säule und Experten in Sachen Star Trek an, auf den auch Gene immer verwies.
Anschliessend gibt Sie auch nochmal detailiert die Vorgänge im Zusammenhang mit der ersten Kusszene zwischen einem Weissen und einer Schwarzen im Fernsehen wieder, bei der William Shattner das Studio quasi zwang, diese zu senden, weil er diese immer wieder noch besser machen und wiederholen wollte und schliesslich für die Alternative zum Kuss kein vernünftiger Take zustandegekommen war. Anschliessend sagte er dann zu Uhura noch "I told you - I get you".
Nun, Nichelle hat dieses Panel zu einem Uhura-Panel gemacht. Die anderen Schauspieler durften nur selten etwas sagen und zeigten dies zum Teil auch. Aber das Publikum war begeistert. Symptomatisch und zu einem großen Lacher führte es, als auf eine der Fragen hin Nichelle das Wort erhob und dann nach aufkommenden Gemurmel meinte: "Oh, war diese Frage für alle gedacht?".
Eine heftige Diskussion löste der Vorwurf eines Fans aus, der generell den SciFi-Serien und somit auch Star Trek vorwarf, das diese nur eine militärische Ausbreitung und Erforschung des Weltraums zeigen. Schon während die Frage noch gestellt wurde sammelte Richard Energie um dieser Behauptung vehement zu widersprechen. Gerade das ist es, was Star Trek von den anderen Serien unterscheidet. Gene war es besonders wichtig zu zeigen, das es zivile Forschungsreisende sind. Die Dienstgrade wurden nur übernommen, weil es so Usus auf Schiffen ist, schliesslich gibt es auch auf einem Kreuzfahrtschiff einen Captain, Offiziere u.s.w. . John Billingsley warf ein, das es aber auch im Laufe der Zeit und mit dem Verlust von Gene Roddenberry Abweichungen gab. Z.B. die 3. Staffel von Enterprise, in der nur der Krieg gegen die Xindi thematisiert wurde und die Crew die Regeln zurechtbog. Das Nichelle ihm hier widersprach, obwohl er meiner Meinung nach Recht hat, und sein Versuch das Rede-Zepter zu behalten kläglich scheiterte, setzte diesem gescheiterten Versuch einer Trek-Runde dann die Krone auf.
Christopher Judge (Teal'C)
Als erstes kam also Christopher Judge auf die Bühne und fragte jeden Fragensteller ob er einen Kater habe (hangover). Aber wahrscheinlich war es für diese Gruppe von Fans noch zu früh, da niemand die Frage bejahen konnte. Um 5:30 haben ihn wohl die letzten Barbesucher geweckt gehabt, so dass er vorschlug, das ihm alle in den 6. Stock folgen sollten um ein bisschen Krach zu machen.Bei der Gelegenheit gab er zu, dass er früher auch so war und gerne mal bis 4 oder 5 Uhr durchgefeiert hatte. Auch zu Beginn seiner Stargate Zeit. Dabei war er dann teilweise so müde, dass er während der Dreharbeiten einschlief. Als man ihn mal erwischte, sagte er das Teal'C meditiert hätte. In der ersten Tokra-Folge gab es eine Szene, in der Amanda Carter einen langen Vortrag halten musste und er immer einschlief, wenn sie ein paar Sätze gesagt hatte. Wenn wir darauf achten würden, es gäbe keine Sequenz während dieser Besprechung, in der er die Augen offen hätte, so dass die Regie es so in der Folge belassen müssten. Nach einem Beamtenjob sah das SG-1-Team eigentlich garnicht aus.
Es ist vielleicht nicht überraschend, dass Christopher im Gegensatz zu Teal'C tatsächlich lachen kann, aber das er das so gerne tut und ein wirklich lustiger Zeitgenosse ist, hätte man wahrscheinlich nicht erwartet. Über Michael Shanks weiss er zu erzählen, das dieser sich gerne schlechte Filme ansieht. Und zwar vollständig inklusive der Endcredits. Und dann schaut er ihn nochmal an, um zu prüfen, ob er wirklich so schlecht war.
Er hat mal in einer Folge McGyver mitgespielt. Teal'C war ursprünglich gedacht als eine Kombinierte Rolle von Worf und Spock. Also ... Sporf? Und wenn man sich das so überlegt: Das Hochziehen der Augenbraue hat er wirklich von Spock übernommen.
Angesprochen auf irgendwelche besonderen Vorkommnisse während seiner Castings, erzählte Christopher entrüstet von einem Casting-Director in L.A., der für eine der größten TV Shows die Castings durchführt. Heute auch noch. Er bringt wohl immer seine Hunde mit, die auch mal einen Schauspieler anspringen, während der Audition wild rumbellen oder einen Haufen auf die Bühne legen, ohne das das jemanden stören würde. Unglaublich!

Zum Abschluss seines Panels marschierte dann noch ein Stargate Fanclub auf um ihn zu Ehren, wobei er sichtlich seinen Spass hatte.
Linguisten und Physiker
Aus dem Panel der Linguisten (Dr. Rainer Nagel und Alexandra Velten), das sehr interessant war, aber leider ein Lückenfüller parallel zu den Autogrammstunden und Essenszeiten spielen musste, habe ich dementsprechend nicht viel mitnehmen können. Datas Katze heisst Spot. Aber Spot ist eigentlich ein Hundename in Amerika, so wie bei uns Fifi. Eventuell ist das ein gewollter Hinweis auf Data's Versuch menschlich zu sein und wieder knapp daneben zu liegen?
Die Panels von Dr. Hubert Zitt konnte ich dieses Jahr leider auch nicht besuchen, in denen er wieder die Physik von Star Trek erklärt hat. An seiner FH hält er zum Semesterabschluss immer eine spezielle Startrekvorlesung. Letztes Jahr hatte er an einer Amerikanischen Universität sogar eine Vorlesung zur Star Trek Physik gehalten, in der man einen Abschluss machen konnte.
Dominic Keating (Lieutenant Malcolm Reed)
Und wieder ist es eine sehr intensive und lustige Convention für ihn. Er hatte das bei seiner letzten FedCon erlebte schon fast wieder vergessen. Auf Anfrage sang er für uns wieder seine alternative Titelmelodie von Enterprise mit eigenem Text. Einige Zeilen daraus lauten: "It was not a long road, it was only four years", "I've got tits and ass, just as good as Jolene Blalock; I've got looks and charm, much more than Connor Trinneer; I've got books and smarts, just as much as Doctor Phlox has."Sein Panel war erst um 11:30 Uhr, aber ohne "Coffee!!!" ging es nicht weiter. Anschließend erzählte er seine Erst-Convention-Erfahrung mit ein paar Klingonen auf der Toilette die sich in Klingonisch über ihn unterhielten und das Linda auf der Brücke in den Drehpausen immer Modemagazine gelesen hat.
Nach kurzer Suche bei Youtube habe ich den Werbespot von "Canada Dry" gefunden, in dem Scott Bacula ein bisschen albern herumtanzt und dieses Getränk besingt und bewirbt. Das Team hat sich einen Spass mit ihm erlaubt und im Besprechungsraum der Ennterprise auf allen Monitoren gleichzeitig den Spot abgespielt, während Jolene Blalock und Anthony Montgomery mit den vom Requisiten Team nachempfundenen Flaschen von Canada Dry tanzten. Scott wurde binnen weniger Sekunden knall rot.
Edward James Olmos (Commander Adama) und Michael Hogan
(Colonel Tigh)
Meiner Meinung nach war das das spannendste, reichhaltigste und tiefgreifendste Panel der FedCon. Wie zu erwarten wurde auch hier wieder fleissig gespoilt. Zum Beispiel wurde klar, wer der letzte Zylone der Flotte ist und das die oder der Schauspieler/in bis heute nicht akzeptiert hat ein Zylone zusein. Es war also auch für die Schauspieler erst in der Folge selber enthüllt worden, wer seit Jahren einen Zylonen spielt.Wer erinnert sich nicht an die Szene, in der Adama in seiner Kabine sitzt und die Emotionen ihn überwältigen. Die beiden erzählen, das gestandene Militärs sich bei ihnen bedankt hätten, das sie auch diese Seite gezeigt hätten, die in der Realität niemand offen zeigen darf, obwohl es das natürlich gibt. So mancher hat sich gut mit Adama identifizieren können.
Ist euch schonmal aufgefallen, das die Quartiere, Umkleiden und Duschen für Männer und Frauen auf der Galactica nicht getrennt sind? Tigh's Callsign wurde nie erwähnt in der gesamten Serie, aber muss ja eigentlich eins haben. Hogan wollte as mal die Autoren fragen, während Olmos sagte, Tigh's Callsign wäre "Harmdog".

Auf die Frage, ob jeder der beiden mal den jeweils anderen spielen könnte, verneinten beide zunächst, dann aber spielte Olmos den schlafenden Tigh woraufhin Hogan den schluchzenden Adama präsentierte.Die letzte Folge ist im TV stark gekürzt worden. Von 56 auf 41 Minuten. Dabei sind nicht einfach ein paar Szenen entfernt worden sondern überall ist ein bisschen abgeknabbert worden. Auf der DVD ist die Folge in voller Länge enthalten.
Die Serie streift, verarbeitet und behandelt viele Themen des aktuellen Zeitgeschehens nach dem 11. September. Umgang mit Terroristen ist nur eines der Themen. Zum Beispiel wird auch die Abtreibung thematisiert. Kann man in einer Situation, in der die ganze Rasse vom Aussterben bedroht ist ernsthaft Abtreibung betreiben? Hierbei gab es wohl auch parallel zur laufenden Serie viele Diskussionen und gerade die Bloggerszene hat durch Ihre Fragen, Berichte und auch Visionen die Serie vorangebracht.
Schon in seinem ersten Panel kam zur Sprache, das Mr. Olmos in seiner Rolle als Commander Adama des Battlestar Galactica (zusammen mit Roslin) vor den Vereinten Nationen (UN) eingeladen war. Hier ein kleiner Ausschnitt in dem "Adama" den UN-Vertretern erklärt, dass es nur eine menschliche Rasse gibt. Und am Ende rufen alle mit Ihm zusammen "So say we all".
Die Wiederholung dieser Redewendung als Verstärkung und Vereinung und Motivation war übrigens eine Idee von Edward James Olmos, der in seiner Ansprache vor der versammelten Mannschaft diesen letzten Satz 10 mal wiederholte. Es dauerte eine Weile, bis der Groschen viel und er alle mitgerissen hatte. Und natürlich beendete er auch das Panel auf diese Weise:
So say we all!
So say we all!
So say we all!
Star Trek Runde
Richard Arnold, John Billingsley, Nana Visitor, Nichelle Nichols, Connor Trinneer und Robert Picardo gemeinsam bildeten die Trek-Runde, die Richard einleitete mit dem Hinewis, das wir bei diesem geballten Trek-Aufgebot nun mal alle Fragen stellen könnten, die wir uns bisher nicht zu fragen trauten.

Als erstes ergreift Nichelle anschliessend das Mirko und ruft "So say we all!". Anschliessend erzählt sie die Geschichte, wie Uhura zu ihrem Namen kam. Sie laß während der Wartezeiten beim Casting zu Star Trek einen Roman über Afrika namens "Uhuru". Da Gene noch auf der Suche nach einem Namen für die Figur Uhura war und ihm "Uhuru" gut gefiel, aber nicht nach einer Frau klang, fragte er Nichelle und sie schlug dann Uhura vor. Anschliessend preist sie Richard Arnold als tragende Säule und Experten in Sachen Star Trek an, auf den auch Gene immer verwies.
Anschliessend gibt Sie auch nochmal detailiert die Vorgänge im Zusammenhang mit der ersten Kusszene zwischen einem Weissen und einer Schwarzen im Fernsehen wieder, bei der William Shattner das Studio quasi zwang, diese zu senden, weil er diese immer wieder noch besser machen und wiederholen wollte und schliesslich für die Alternative zum Kuss kein vernünftiger Take zustandegekommen war. Anschliessend sagte er dann zu Uhura noch "I told you - I get you".
Nun, Nichelle hat dieses Panel zu einem Uhura-Panel gemacht. Die anderen Schauspieler durften nur selten etwas sagen und zeigten dies zum Teil auch. Aber das Publikum war begeistert. Symptomatisch und zu einem großen Lacher führte es, als auf eine der Fragen hin Nichelle das Wort erhob und dann nach aufkommenden Gemurmel meinte: "Oh, war diese Frage für alle gedacht?".
Eine heftige Diskussion löste der Vorwurf eines Fans aus, der generell den SciFi-Serien und somit auch Star Trek vorwarf, das diese nur eine militärische Ausbreitung und Erforschung des Weltraums zeigen. Schon während die Frage noch gestellt wurde sammelte Richard Energie um dieser Behauptung vehement zu widersprechen. Gerade das ist es, was Star Trek von den anderen Serien unterscheidet. Gene war es besonders wichtig zu zeigen, das es zivile Forschungsreisende sind. Die Dienstgrade wurden nur übernommen, weil es so Usus auf Schiffen ist, schliesslich gibt es auch auf einem Kreuzfahrtschiff einen Captain, Offiziere u.s.w. . John Billingsley warf ein, das es aber auch im Laufe der Zeit und mit dem Verlust von Gene Roddenberry Abweichungen gab. Z.B. die 3. Staffel von Enterprise, in der nur der Krieg gegen die Xindi thematisiert wurde und die Crew die Regeln zurechtbog. Das Nichelle ihm hier widersprach, obwohl er meiner Meinung nach Recht hat, und sein Versuch das Rede-Zepter zu behalten kläglich scheiterte, setzte diesem gescheiterten Versuch einer Trek-Runde dann die Krone auf.
Mittwoch, 6. Mai 2009
JAX 09 - 10 typische Fehler in Enterprise-Java-Anwendungen
Ein weiterer JAX-Talk diesmal von Eberhardt Wolff am 4. Tag. Seinen Vortrag findet Ihr auf seinem Blog. Der Vortrag selbst war inhaltlich gut (wenn auch nicht überraschend), aber vom Stil und den Folien gruselig. Ich hatte das Gefühl er ginge davon aus, das man auf den ersten Blick in einem Code-Schnipsel erkennt, welche Sünde er nun gerade ansprechen will.
Die 10 "üblichen" Fehler aus seiner Sicht sind:
#1 - Transaktionen so zu bauen, dass sie durch Exceptions verlassen werden können, ohne dass sie geschlossen werden. Seine Lösung ist die Verwendung von deklarativen annotierten Transaktionen oder die Verwendung von Transaktions-Templates. Dabei darf dann nur eine Transaktion in der Methode vorhanden sein.
#2 - Exception Design mit checked Exceptions. D.h. jede Exception muss behandelt werden, auch wenn das sinnvoll nicht möglich ist. Man sollte hier möglichst keine checked Exceptions verwenden und es vermeinden Exceptions zu wrappen und einfach weiterzuwerfen. Setze einen Aspect für das Logging ein, um die Informationen zu erhalten und im Code nur die Exceptions behandeln, mit denen man auch sinnvoll umgehen kann. Alle anderen Exceptions sollten in einem generischen Handler alle Runtime-Exceptions fangen. Eine weitere Variante ist über AOP alle Exceptions zu fangen und zu loggen.
#3 - falsches Exeption-Handling, z.B. kein Handling (leerer Catch-Block) oder Ausgabe des Stacktraces (ohne Logging). #2 führt dazu, das dieses Problem hier auftritt und damit Fehler sehr schwer zu finden sind, weil das Verhalten der Anwendung wirr wird. Die Lösung ist die gleiche wie zuvor: immer loggen, überlegen, ob die Exception sinnvoll bearbeitet oder ignoriert werden kann und auf jeden Fall generisch an den Außengrenzen des Systems abfangen.
#4 - Zirkuläre Paketabhängigkeiten, wodurch der Code wie klebrige Spaghetti verwoben ist und zusammenhängt. Eine sinnvolle Zerlegung des Codes ist somit nicht mehr möglich. Spaghetti muss im Vorfeld (!) durch saubere Architekturen vermieden werden. Zusätzlich sollte man regelmäßiges Refactoring einplanen. Allerdings kann man durch Refactoring nur schwer eine schlechte Architektur aufräumen.
#5 - Adaptor Layer, die in jeder Methode integriert werden müssen, z.B. Traceingausgaben bei Ein- und Austritt aus Methoden. Genauso Security-Checks und Null-Checks. Die Lösung hier ist natürlich AOP.
#6 - Keine DAO's zu verwenden - erschwert das Testen, da immer eine Datenbank verfügbar sein muss. Führt zu ungewollten SQL-Exceptions, u.s.w.
#7 - Keine oder schlechte Tests zu machen, wodurch die Code Qualität gering ist und man schwerlich feststellen kann, ob man durch eine Änderung andere Funktionalitäten verändert hat. Zudem immer positiv UND negativ Unit-Tests vorsehen. Mocks vereinfachen das Durchführen der Tests.
#8 - SQL-Statements schreiben und diese nicht manuell zu konkatenieren. Die Gefahr von SQL-Injektion muss an jeder Stelle geprüft werden. Es ist besser hier entsprechende Mapper oder Wrapper zu verwenden und Zeichen über Positivlisten (WhiteList für Character) zu filtern. Und Prepared Statements verwenden.
#9 - Man sollte sich Gedanken über das Mengengerüst und die Art der Anfragen machen und dieses auch frühzeitig testen. Je eher je besser. Wenn die Performanz Probleme später auftreten hat man keine Zeit für eine vernünftige Lösungssuche mehr. D.h. auch schon einzelne Module frühzeitig auf Performanz testen.
#10 - Nicht Threadsafe zu entwickeln, weil Fehler, die mit multiplen Threads und memory leaks verbunden sind während der Unit-Test nie auftreten werden und nur durch Code-Reviews und Analyse von Threaddumps zu finden sind. Man sollte lokale Variablen bevorzugt nutzen, Synchronisieren und WeakHashMaps einsetzen um Memoryleaks zu vermeiden.
Details und Codebeispiele findet Ihr in seinen Folien.
Die 10 "üblichen" Fehler aus seiner Sicht sind:
#1 - Transaktionen so zu bauen, dass sie durch Exceptions verlassen werden können, ohne dass sie geschlossen werden. Seine Lösung ist die Verwendung von deklarativen annotierten Transaktionen oder die Verwendung von Transaktions-Templates. Dabei darf dann nur eine Transaktion in der Methode vorhanden sein.
#2 - Exception Design mit checked Exceptions. D.h. jede Exception muss behandelt werden, auch wenn das sinnvoll nicht möglich ist. Man sollte hier möglichst keine checked Exceptions verwenden und es vermeinden Exceptions zu wrappen und einfach weiterzuwerfen. Setze einen Aspect für das Logging ein, um die Informationen zu erhalten und im Code nur die Exceptions behandeln, mit denen man auch sinnvoll umgehen kann. Alle anderen Exceptions sollten in einem generischen Handler alle Runtime-Exceptions fangen. Eine weitere Variante ist über AOP alle Exceptions zu fangen und zu loggen.
#3 - falsches Exeption-Handling, z.B. kein Handling (leerer Catch-Block) oder Ausgabe des Stacktraces (ohne Logging). #2 führt dazu, das dieses Problem hier auftritt und damit Fehler sehr schwer zu finden sind, weil das Verhalten der Anwendung wirr wird. Die Lösung ist die gleiche wie zuvor: immer loggen, überlegen, ob die Exception sinnvoll bearbeitet oder ignoriert werden kann und auf jeden Fall generisch an den Außengrenzen des Systems abfangen.
#4 - Zirkuläre Paketabhängigkeiten, wodurch der Code wie klebrige Spaghetti verwoben ist und zusammenhängt. Eine sinnvolle Zerlegung des Codes ist somit nicht mehr möglich. Spaghetti muss im Vorfeld (!) durch saubere Architekturen vermieden werden. Zusätzlich sollte man regelmäßiges Refactoring einplanen. Allerdings kann man durch Refactoring nur schwer eine schlechte Architektur aufräumen.
#5 - Adaptor Layer, die in jeder Methode integriert werden müssen, z.B. Traceingausgaben bei Ein- und Austritt aus Methoden. Genauso Security-Checks und Null-Checks. Die Lösung hier ist natürlich AOP.
#6 - Keine DAO's zu verwenden - erschwert das Testen, da immer eine Datenbank verfügbar sein muss. Führt zu ungewollten SQL-Exceptions, u.s.w.
#7 - Keine oder schlechte Tests zu machen, wodurch die Code Qualität gering ist und man schwerlich feststellen kann, ob man durch eine Änderung andere Funktionalitäten verändert hat. Zudem immer positiv UND negativ Unit-Tests vorsehen. Mocks vereinfachen das Durchführen der Tests.
#8 - SQL-Statements schreiben und diese nicht manuell zu konkatenieren. Die Gefahr von SQL-Injektion muss an jeder Stelle geprüft werden. Es ist besser hier entsprechende Mapper oder Wrapper zu verwenden und Zeichen über Positivlisten (WhiteList für Character) zu filtern. Und Prepared Statements verwenden.
#9 - Man sollte sich Gedanken über das Mengengerüst und die Art der Anfragen machen und dieses auch frühzeitig testen. Je eher je besser. Wenn die Performanz Probleme später auftreten hat man keine Zeit für eine vernünftige Lösungssuche mehr. D.h. auch schon einzelne Module frühzeitig auf Performanz testen.
#10 - Nicht Threadsafe zu entwickeln, weil Fehler, die mit multiplen Threads und memory leaks verbunden sind während der Unit-Test nie auftreten werden und nur durch Code-Reviews und Analyse von Threaddumps zu finden sind. Man sollte lokale Variablen bevorzugt nutzen, Synchronisieren und WeakHashMaps einsetzen um Memoryleaks zu vermeiden.
Details und Codebeispiele findet Ihr in seinen Folien.
BlogPress
Das Bloggen mit BlogWriter Light ist nicht besonders komfortabel und der Funktionsumfang ist mehr als Minimal. Für das direkte schreiben von Blog-Posts von unterwegs ok, aber keine Möglichkeit nochmal etwas anzupassen. Gerade hier nervt der Umgang mit dem Entwurfsmodus. Ein als Draft gespeicherter Post kann nicht wieder geändert oder publiziert werden. Und als RSS-Reader brauche ich dieses App nicht.
Deshalb probiere ich nun BlogPress aus. Schon nach ein paar Zeilen gefällt mir der Eingabemodus im Querformat sehr gut. Grosse Tastatur und gut lesbare kleine Schrift mit 7 Zeilen sichtbaren Textes während der Eingabe. Es ist jedoch sehr gewöhnungsbedürftig, dass der Eingabemodus deaktiviert wird, wenn man aus dem Quermodus wieder zum Hochkanntmodus wechselt. Danach reagiert die App dann aber nicht mehr auf das Drehen des iPhones.
Reagieren ist ein gutes Stichwort. Das Wechseln in den Schreibmodus passiert erst nach längerem berühren des Screens. Wahrscheinlich bin ich etwas zu ungeduldig aber es klappt selten mit dem ersten oder zweiten Tap.
Die deutsche Übersetzung ist furchtbar. Umlaute sind gänzlich unbekannt und das Ganze erinnert eher an eine dieser berüchtigten chinesischen Bedienungsanleitungen:
"Blog ist die Entsendung ..." für "Sende Blog-Post ..."
"Ya" statt "Ja"
"Legen Sie Bild aus" statt "Wählen Sie ein Bild aus"
Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Entwickler dürfen meine Vorschläge gern verwenden. Solange die Übersetzung nicht beser ist, würde ich sie lieber abschalten wollen, aber das Programm ist bedienbar.
Noch einen Punkt muss ich erwähnen, nachdem ich mir den halben Post ins digitale Nirwana geschickt habe. Jedenfalls im Zusammenspiel mit Blogger/Blogspot gibt es den Entwurf auf dem iPhone, den Entwurf auf dem Blog und die veröffentlichte Version. Gerade zwischen diesen beiden Entwurfsversionen sollte man sich tunlichst überlegen, welchen man antippt, da dieser ohne Rückfragen überschrieben wird.
Am Ende des Tages kann man mit der App arbeiten, wenn man die Ecken und Kanten umgeht.
— gebloggt via iPhone
Deshalb probiere ich nun BlogPress aus. Schon nach ein paar Zeilen gefällt mir der Eingabemodus im Querformat sehr gut. Grosse Tastatur und gut lesbare kleine Schrift mit 7 Zeilen sichtbaren Textes während der Eingabe. Es ist jedoch sehr gewöhnungsbedürftig, dass der Eingabemodus deaktiviert wird, wenn man aus dem Quermodus wieder zum Hochkanntmodus wechselt. Danach reagiert die App dann aber nicht mehr auf das Drehen des iPhones.
Reagieren ist ein gutes Stichwort. Das Wechseln in den Schreibmodus passiert erst nach längerem berühren des Screens. Wahrscheinlich bin ich etwas zu ungeduldig aber es klappt selten mit dem ersten oder zweiten Tap.
Die deutsche Übersetzung ist furchtbar. Umlaute sind gänzlich unbekannt und das Ganze erinnert eher an eine dieser berüchtigten chinesischen Bedienungsanleitungen:
"Blog ist die Entsendung ..." für "Sende Blog-Post ..."
"Ya" statt "Ja"
"Legen Sie Bild aus" statt "Wählen Sie ein Bild aus"
Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Entwickler dürfen meine Vorschläge gern verwenden. Solange die Übersetzung nicht beser ist, würde ich sie lieber abschalten wollen, aber das Programm ist bedienbar.
Noch einen Punkt muss ich erwähnen, nachdem ich mir den halben Post ins digitale Nirwana geschickt habe. Jedenfalls im Zusammenspiel mit Blogger/Blogspot gibt es den Entwurf auf dem iPhone, den Entwurf auf dem Blog und die veröffentlichte Version. Gerade zwischen diesen beiden Entwurfsversionen sollte man sich tunlichst überlegen, welchen man antippt, da dieser ohne Rückfragen überschrieben wird.
Am Ende des Tages kann man mit der App arbeiten, wenn man die Ecken und Kanten umgeht.
— gebloggt via iPhone
Samstag, 2. Mai 2009
FedCon 18 - Samstag
Nachdem es am Vorabend in der Bar etwas später geworden war, ging es am Samstag schon um 09:30 Uhr mit dem Panel von Robert Picardo weiter. Zur Opening hatte er auf Deutsch eine kleine Begrüßungsrede gehalten in der er sich als Castmember von Voyager und Stargate vorstellte. Nachdem er nun diese beiden Serien zum Abbruch geführt hatte, sei er auf der Suche nach der nächsten Serie, die er ruinieren könnte. Für Battlestar Galactica wäre es allerdings schon zu spät. In seinem Panel wiederholte er seine Rede nochmal auf Englisch für die internationalen Gäste. 31 Länder waren auf der diesjährigen Con vertreten. Er zeigt diverse Sketches, die es zum Teil wohl auch auf einer DVD gibt, die man bei Ihm in der Autogrammstunde käuflich erwerben konnte.
Ein Fan will wissen, ob er der echte Robert Picardo ist, oder nur ein Hologramm. Um das zu Verifizieren müsse sie ihn mal drücken. Robert ist einverstanden, aber wohin das führen kann zeigte er kurze Zeit später (s.u.).Die Technik hatte leichte Probleme den ersten Track auf der DVD abzuspielen. So kam es zu netter Situationskomik in der Kommunikation zwischen Ihm und der Regie. Er zeigte ein Video aus seiner Serie "Ask Adolpho", in der er Fanbriefe als Adolpho der Sexgott beantwortet. Ein anderes Video zeigt ihn auf einer Convention, in der er mit Fans eine Autogrammstunde spielt, in der er alle Autogramm-Wünsche der Fans erfüllt. Neben den üblichen Fotos auch Pizzastücke, T-Shirts, ... . Schliesslich hält er auch ein Baby und erschiesst einen Fan, der Ihm eine Pistole gibt und wünscht von Ihm erschossen zu werden. Sein Con-Staff-Begleiter ist empört und diskuttiert mit ihm über den Mord. Aber der nächste Fan wünscht, das er den Con-Staff-Begleiter erschiesst ... . Ein ähnliches Video findet sich auf Youtube:
Summer Glau

Summer Glau vertrat gleich zwei Serien: S.C.C. Terminator und Serenity bzw. Firefly. Es kommt einem nicht so vor, als ob eine Killermaschine auf der Bühne stehen würde, wenn man dieses zierliche nette sympathische kleine "Mädchen" auf der Bühne sieht.Marc Alaimo und Jeffrey Combs
Für beide das 2. Panel auf der Convention. Ich finde es immer besonders spannend mehrere Darsteller einer Serie auf der Bühne in einem Panel zu haben. Jeffrey hat die Vorstelllung von John am Vorabend scheinbar genossen und erschien ebenfalls derangiert zu seinem Panel.Nana Visitor
Nana Visitor erzählt von Dreharbeiten mit Pferden. Sie wurde von einem nervösen Pferd umgestossen und lag kurzzeitig neben dem Pferd auf dem Boden. 2 Sekunden nachdem sie sich aufgerichtet hatte, stampfte das Pferd genau an der Stelle auf, an der ihr Kopf lag. Sie spielte die Szene dann zuende, fuhr nach hause und dort packte Ihr Mann sie ein und fuhr ins Krankenhaus, weil sie am Kopf blutete.Einige wussten noch garnicht, das sie mittlerweile nicht mehr mit Siddig el Fadil verheiratet ist, sondern mit Mike. Sie wusste aber nicht genau, wo sich "ihre Männer" aktuell aufhalten. Siddig ist wahrscheinlich in Israel und Mike in ... Kanada?
Fans weisen sie darauf hin, dass James Callis (Baltar) Siddig sehr ähnlich sieht und sie sich vielleicht lieber von ihm fernhalten sollte. Nana stimmt zu.
Die Geschichte von DS9 wird in diversen Büchern fortgeschrieben, die Nana aber nicht lesen kann bzw. möchte, weil sie dann auch ihre Rolle spielen möchte, wie sie es bisher bei den Skripten auch immer getan hat. Es wäre viel zu frustrierend die tollen GEschichten zu lesen und diese dann nicht darstellen zu können.Sie kann nichts zu ihren Plänen oder Projekten sagen, weil sie keine Pläne macht. Nana läßt sich wie eine Seeschildkröte durchs Meer treiben, ohne zu wissen wo die Reise hingeht. Das geht seit 30 Jahren gut.
Nachdem Erin Gray in ihrem Panel erzählte, wie schwer es ihr fällt mit den gepielten Emotionen klar zu kommen, stellte ein Trekkie diese Frage auch Nana. Der Körper weiss schliesslich nicht, wann es sich um echte und wann um gespielte Gefühle handelt. Erin bewältigt dies mit Tai Chi und Nana mit Meditation. Wobei es dennoch gelegentlich vorkam, das sie nachts von Cardassianern träumte.Dann erzählt Sie uns noch eine weitere Annekdote von den Dreharbeiten bei DS9. Sie rutschte einmal auf einer Metalltreppe aus als es nach langer Trockenheit regnete und alles glitschig war, und setzte sich so sehr unsanft auf ihren Po. Diesmal wurde Sie direkt eingepackt und in Ihrer Maske, aber noch ohne Kostüm ins Krankenhaus gefahren. Der Arzt kam in ihre Unterlagen vertieft in den Untersuchungsraum hinein und sagte "Sie sind also gestürzt und haben ... OH MEIN GOTT !!!". Nana klärte ihn gleich auf das sie auf den Hintern gefallen sei und die Nase nur ein sehr gut gemachtes Makeup sei. Die Bajoranische Nase kennt Ihr ja. Darauf der Arzt, wenig überzeugend: "Oh, ja das wusste ich."
Am Ende lobte sie dann noch die Fans als höfliches gebildetes Völkchen. Wir würden so gute Fragen stellen "and I answer them".
Trailershow mit Marc B Lee
Wie jedes Jahr zeigt Marc wieder eine Reihe Trailer von Filmen, die einen Besuch lohnen könnten. Es ist auffällig wie immer mehr die CGI in die Filme Einzug hält. Bald werden wir wohl die Programmierer und 3D-Designer auf der Con sehen:
- GI Joe (hmmm)
- Ice Age 3 (irre witzig)
- Transformers 2 (10 mal besser als 1. Teil)
- Star trek (Cool!)
- Terminator salvation
- Astro boy
- 2012
- Harry Potter 6
- Up (by Pixar)
- Angles and Demons (Illuminati)
Wer an Twighlight Zone interessiert ist sollte die Gästeliste der RingCon im Herbst im Auge behalten.
James Collins
James Collins habe ich mir so "lieb" nicht vorgestellt: Rasiert, im Anzug und mit kurzen Haaren und ein bisschen schüchtern. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie die Schauspieler im realen Leben sind (wenn man das auf der Bühne so nennen kann). Leider musste er die Convention direkt nach seinem Panel verlassen, so dass er nur dieses eine Zusammentreffen mit den Fans hatte (Normal sind zwei Panels). Am Sonntag morgen um 7 Uhr musste er bei Dreharbeiten in London sein.
Bei den Panels der BSG-Darsteller ging es leider nie ohne irgendwelche bösen Spoiler ab, da wir in Deutschland ja leider 2 Staffeln hinterherhängen. James zog einmal seinen Kollegen Jamie Bamber (Lee Adama - Apollo) damit auf, dass er rückwärts gelesen ein Eel wäre. Jamie schoss daraufhin schlagfertig zurück, dass Baltar rückwärts Rat Lab lautet! Was sich die Autoren dabei wohl gedacht hatten?Kostümwettbewerb

Eines der Highlights der FedCon ist immer der Kostümwettbewerb. Den ganzen Samstag über sieht man schon immer wunderbar kostümierte Fans und Utensilien. Letztes Jahr war es z.B. ein All Terrain Armored Transport (AT-AT). Dieses Jahr bleiben mir besonders R2D2, Alien ein Ori-Priester in Erinnerung. Während Christopher Judge sich wahrscheinlich am ehesten an die grünhäutige Orion-Sklavin erinnern wird:
Im Anschluss gab es ein "Konzert" der Sarlac Survivors. Einer Star Wars Show Band aus Nürnberg, die ein tolles Playback-Konzert großer Rockmusik in Star Wars Kostümen hingelegt haben und den ganzen Saal zum wackeln brachten. Als Höhepunkt und Zugabe traten dann noch Kiss auf, die in Ihren Kostümen auch noch die abendliche Disco unsicher unsicher machten.
Neben der Convention fand dieses Jahr parallel auch das Volksfest Rhein in Flammen mit großem Feuerwerk am Abend direkt in der Nachbarschaft des Maritim statt. Das Thema des Feuerwerks war ganz passend "The Royal Sky". So das synchron zu den Klängen von Star Wars und Captain Future das Schauspiel zu geniessen war. Während die Massen dann zu ihren Autos strömten, konnten wir ins Maritim zurückkehren und den Abend wieder in der Bar ausklingen lassen.
Freitag, 1. Mai 2009
Opening Ceremony FedCon 18
Gegen 19 Uhr begann dann die Opening der FedCon 2009. Tobias Richter hat wieder eine schöne Computeranimation zur Eröffnung gerendert, die bei Vimeo zu finden ist:
Diesmal ging es mit einem der Knüller des Wochenendes los. Paramount hat sich erstmalig und nur für die FedCon überreden lassen, Ausschnitte aus dem neuen Star Trek Film zu zeigen. Wir durften 28 Minuten des Films sehen. Den neusten Trailer und dann 3 Ausschnitte von ca. 6 Minuten Länge. Dafür mussten alle elektronischen Geräte (Handy, Fotoaparate und natürlich Kameras) ausgeschaltet und alle Türen geschlossen werden. Die Herren in den schwarzen Anzügen positionierten sich und überwachten den Raum mit Nachtsichtgeräten, während das Con-Staff durch die Gänge patroulierte. Aber es hat sich gelohnt. Ich kann nur sagen: Geht ins Kino und seht Euch den Film an! Es lohnt sich!
Im Anschluss ging dann die eigentliche Opening los mit einer netten Lasershow zu den diversen Titelmelodien aller Serien, die die Con abdeckt (also auch Babylon 5, Stargate, Eureka, BSG).
Und dann zogen wie üblich alle Gäste der Con auf der Bühne ein und sprachen ein kurzes Grußwort. Naja, bis auf Nichelle Nichols. Sie sprach ein bisschen länger, als Sie die Geschichte erzählte, dass Sie Star Trek nach der ersten Season verlassen wollte. Die Rolle war nicht sehr anspruchsvoll. Dr. Martin Luther King jedoch änderte Ihre Meinung, als er Sie persönlich mit seiner Familie aufsuchte und die Bedeutung Ihrer Rolle für die Gleichberechtigung verdeutlichte.

Auch wenn Sie den Rahmen ein wenig sprengte, lauschten alle Zuschauer fast andächtig Ihren Worten. Nicht verschweigen möchte ich auch den Auftritt von John Billingsley. Er entledigte sich kurzerhand seines T-Shirts, das er seit seinem letzten Con-Besuch hat, das den Moderator der FedCon Marc B. Lee zeigt.

Nachdem John Billingsley in der Opening seinen Oberkörper entblöste, trat er zu seinem Panel um 22 Uhr ohne Hose auf die Bühne. Seine Frau Bonni konnte das nicht mitansehen und stürmte auf die Bühne um ihm seine Hose wieder anzuziehen. Dieses Panel war ein einziger Klamauk und wir hatten alle unseren Spass zum Abschluss des ersten Tages. Anschliessend trafen sich Stars und Fans in der Bar zu Cocktails und Discomusik.
Links:
Fedcon 2009 Opening Ceremony Star Trek Animation from Tobias Richter on Vimeo.
Diesmal ging es mit einem der Knüller des Wochenendes los. Paramount hat sich erstmalig und nur für die FedCon überreden lassen, Ausschnitte aus dem neuen Star Trek Film zu zeigen. Wir durften 28 Minuten des Films sehen. Den neusten Trailer und dann 3 Ausschnitte von ca. 6 Minuten Länge. Dafür mussten alle elektronischen Geräte (Handy, Fotoaparate und natürlich Kameras) ausgeschaltet und alle Türen geschlossen werden. Die Herren in den schwarzen Anzügen positionierten sich und überwachten den Raum mit Nachtsichtgeräten, während das Con-Staff durch die Gänge patroulierte. Aber es hat sich gelohnt. Ich kann nur sagen: Geht ins Kino und seht Euch den Film an! Es lohnt sich!
Im Anschluss ging dann die eigentliche Opening los mit einer netten Lasershow zu den diversen Titelmelodien aller Serien, die die Con abdeckt (also auch Babylon 5, Stargate, Eureka, BSG).Und dann zogen wie üblich alle Gäste der Con auf der Bühne ein und sprachen ein kurzes Grußwort. Naja, bis auf Nichelle Nichols. Sie sprach ein bisschen länger, als Sie die Geschichte erzählte, dass Sie Star Trek nach der ersten Season verlassen wollte. Die Rolle war nicht sehr anspruchsvoll. Dr. Martin Luther King jedoch änderte Ihre Meinung, als er Sie persönlich mit seiner Familie aufsuchte und die Bedeutung Ihrer Rolle für die Gleichberechtigung verdeutlichte.

Auch wenn Sie den Rahmen ein wenig sprengte, lauschten alle Zuschauer fast andächtig Ihren Worten. Nicht verschweigen möchte ich auch den Auftritt von John Billingsley. Er entledigte sich kurzerhand seines T-Shirts, das er seit seinem letzten Con-Besuch hat, das den Moderator der FedCon Marc B. Lee zeigt.

Nachdem John Billingsley in der Opening seinen Oberkörper entblöste, trat er zu seinem Panel um 22 Uhr ohne Hose auf die Bühne. Seine Frau Bonni konnte das nicht mitansehen und stürmte auf die Bühne um ihm seine Hose wieder anzuziehen. Dieses Panel war ein einziger Klamauk und wir hatten alle unseren Spass zum Abschluss des ersten Tages. Anschliessend trafen sich Stars und Fans in der Bar zu Cocktails und Discomusik.Links:
Federation Convention 18
Die FedCon 18 hat Ihre Tore in Bonn Bad Godesberg im Maritim geöffnet. Für 3 Tage herrscht dort wieder der intergalaktische Ausnahmezustand. Gefühlt und wahrscheinlich auch real sind dieses Jahr soviele Stargäste an Bord, wie nie zuvor. Die Gästeliste findet Ihr auf der offiziellen Website des Veranstalters.
Der erste Tag begann wie üblich mit der Anmeldung für die Con im nächsten Jahr ab 9 Uhr. Um 10 Uhr war dann Einlaß und ein erster Streifzug durch die Räumlichkeiten, Händler und Ausstellerbereiche folgte. Ab 12 Uhr begann das Programm und um 14 Uhr startete mit einer akademischen Verzögerung von 15 Minuten das erste Starpanel von Richard Hatch.
Richard Hatch
Richard Hatch (alias Apollo bzw. Tom Zarek) war bereits vor einigen Jahren auf Con 10 und zeigte einen Trailer ("Second Coming" 12 Jahre alt) den er zusammen mit Schauspielern und Special Effects Leuten und Fans erstellt hatte, um die alte Serie wiederzubeleben. Die Studios glaubten nicht, das es Fans für das alte Zeug gibt. Aber mit diesem Trailer und dem Feedback der Fans gelang es ihm offensichtlich das Studio zu überzeugen.
Er selbst ist (Überraschung) ein big Fan der BSG Serie. Als ihm dann die Rolle Tom Zarek, eine Art Nelson Mandela (nur etwas düsterer angelegt) angeboten wurde, konnte er nicht nein sagen. Von allen Rollen die er gespielt hat ist diese seine Lieblingsrolle.
Aktuell wird geplant/gearbeitet an neuem Dreh der Originalfilme. Und schliesslich zeigt er noch einen Trailer vom Ende Season 3, der uns ein bisschen spoilt, aber das läßt sich auf der FedCon eigentlich nie umgehen.
Max Grodenchik
"Wer mich noch nicht live gesehen hat: So sehe ich aus. Ich spiele Quark ..." Ungefär mit diesen Worten eröffnete Max Grodenchik sein Panel. Er spricht sehr gut deutsch und sticht damit natürlich alle anderen Schauspieler die dieses Jahr anwesend sind locker aus. Er beginnt damit aus dem Programmheft zu zitieren und weisst auf die Fehler hin: Es ist nicht richtig im Programmheft geschrieben, dass er fliessend deutsch spreche und das Geburtsdatum sein auch falsch. Seltsamerweise sei auch sein Name auf Bajoranische Art geschrieben woren: Grodenchik Max, während alle anderen Schauspieler korrekt geschrieben wurden.
Er hört oft: "Your looking like Rom." DAS IST KEIN KOMPLIMENT! Er ist ein Ferengi, und da könne man auch schonmal ein bisschen übertreiben und z.B. sagen "You look like Jonathan Frakes!"
Als er zur Audition eingeladen wurde, wusste er nicht, was ein Ferengie ist. Was er in der Ausschreibung las konnte er aber nicht glauben. Sein Zimmergenosse und sein Bruder erklärten Ihm das dann unmissverständlich, so wie sie die Ferengie in ihrem ersten erscheinen in einer TNG-Folge kannten: Geldgierige kapitalistische wilde zischende Gnome (er spielt das ein bisschen vor). Während der Audition erzählte was sein Zimmernachbar und Bruder ihm beschrieben und spielte er das genau so. Daraufhin sagte die Jury zu Ihm: "Tell your Brother and your Roommate that we have a job for them!"
Jedenfalls hatte er seine Audition vermasselt und wunderte sich, als er erneut eingeladen wurde ... und vermasselte es wieder. Er sass gefrustet auf der Eingangstreppe, als Armin Shimmerman vorbeikam, der ebenfalls vorgesprochen hatte. Er meinte, "Its between us!". Woher wusste er das? Armin sagt, sie haben nur 2 "short people" eingeladen! Weiser Armin!
Angesprochen auf seinen Einfluss auf die Rolle des Rum erklärte Max, dass dies meist nur indirekt funktioniere. Die Autoren sähen, wie ein Schauspieler die Rolle mit Leben füllt, und was er besonders gut macht bzw. worin er gut ist. Und dann bauen Sie die Rolle in der entsprechender Richtung aus.
Zum Abschluss seines Panels singt Max uns noch ein selbstgedichtetes Lied nach der Melodie von Reinhard May's "Über den Wolken". Bei Ihm lautet die Titelzeile etwa so: "Über den Vulkan-i-er, den Klingonen spricht man, aber ich finde den Ferengi interessant"
Richard Arnold
Richard Arnold ist der Star Trek Experte schlechthin. Gene Roddenberry hat Ihn immer hinzugezogen bei Fragen zur Historie u.s.w. Auch war er gut befreundet mit Familie Roddenberry seit Ron Roddenberry's Geburt und er hat wohl weltweit die meisten Conventions überhaupt besucht. Zum Gedenken an Majel Roddenberry, die am 18. Dezember letzten Jahres verstorben ist, zeigte er einen Film mit Bildern und Film-Szenen aus Ihrem Leben, diversen Filmen und Urlaubsvideos.
Im neuen Star Trek Film spielt Richard eine Comparsen-Rolle als Romulaner. Er ist für 2,5 Sekunden zu sehen. Da der neue Film fast ausschliesslich von Leuten gemacht wurde, die bisher keine Verbindung zu Star Trek hatten, wird dieses "Convention thing" um den Kult für sie noch eine zu lernende Erfahrung sein. Bin gespannt, wann wir die ersten Schauspieler auf der FedCon sehen werden. Allerdings ist genau das für viele auch ein "Problem". Einen William Shattner oder Leonard Nimoy wechselt man nicht aus. Der neue Regisseur hat alle ehemaligen Beteiligten (inkl. Richard) angerufen und ihnen versichert, das er ihr "Erbe" ehren und achten wird. Richard zitiert einen Artikel der Times, der sich positiv des neuen Films annimt: "Well, yes. It’s a phenomenon, Jim, but not as we know it."
Marc Alaimo
Marc Alaimo bewunderte den Saal des Maritim und würde gern Shakespeare hier spielen. Zusammen mit anderen Schauspielern wurde eine Sightseeing-Tour gemacht. Am beeindruckendsten fand der den Kölner Dom. Während des Panels hatte er leichte Probleme mit dem akustischen verstehen der Fragen und kniete sich direkt vor die Lautsprecherbox.
Jeffrey Combs
Vor der Opening Ceromony gab es noch ein Panel von Jeffrey Combs, der diverse Rollen in verschiedenen Star Trek Serien gespielt hat, wie z.B. den Andorianer Shran bei Enterprise, Weyoun bei DS9 oder Brunt bei Voyager. Immer in viele Schichten Makeup verpackt.
Das besondere z.B. an seiner Rolle als Weyoun war, das er oft starb. Als er Weyoun das erstemal spielte verlieh er Ihr so viel Ausdruck und somit Potential, dass die Autoren es bedauerten ihn direkt um die Ecke gebracht zu haben. Und so wurde das Clonen der Rasse Vorta erfunden. Und er wurde 7 mal gecloned. Beim Lesen des Skripts für seine nächste Episode konnte er dann gelassen über den Umstand hinweg sehen: "They killed me again? Well!"
Der erste Tag begann wie üblich mit der Anmeldung für die Con im nächsten Jahr ab 9 Uhr. Um 10 Uhr war dann Einlaß und ein erster Streifzug durch die Räumlichkeiten, Händler und Ausstellerbereiche folgte. Ab 12 Uhr begann das Programm und um 14 Uhr startete mit einer akademischen Verzögerung von 15 Minuten das erste Starpanel von Richard Hatch.
Richard Hatch
Richard Hatch (alias Apollo bzw. Tom Zarek) war bereits vor einigen Jahren auf Con 10 und zeigte einen Trailer ("Second Coming" 12 Jahre alt) den er zusammen mit Schauspielern und Special Effects Leuten und Fans erstellt hatte, um die alte Serie wiederzubeleben. Die Studios glaubten nicht, das es Fans für das alte Zeug gibt. Aber mit diesem Trailer und dem Feedback der Fans gelang es ihm offensichtlich das Studio zu überzeugen.
Er selbst ist (Überraschung) ein big Fan der BSG Serie. Als ihm dann die Rolle Tom Zarek, eine Art Nelson Mandela (nur etwas düsterer angelegt) angeboten wurde, konnte er nicht nein sagen. Von allen Rollen die er gespielt hat ist diese seine Lieblingsrolle.
Aktuell wird geplant/gearbeitet an neuem Dreh der Originalfilme. Und schliesslich zeigt er noch einen Trailer vom Ende Season 3, der uns ein bisschen spoilt, aber das läßt sich auf der FedCon eigentlich nie umgehen.
Max Grodenchik
"Wer mich noch nicht live gesehen hat: So sehe ich aus. Ich spiele Quark ..." Ungefär mit diesen Worten eröffnete Max Grodenchik sein Panel. Er spricht sehr gut deutsch und sticht damit natürlich alle anderen Schauspieler die dieses Jahr anwesend sind locker aus. Er beginnt damit aus dem Programmheft zu zitieren und weisst auf die Fehler hin: Es ist nicht richtig im Programmheft geschrieben, dass er fliessend deutsch spreche und das Geburtsdatum sein auch falsch. Seltsamerweise sei auch sein Name auf Bajoranische Art geschrieben woren: Grodenchik Max, während alle anderen Schauspieler korrekt geschrieben wurden.Er hört oft: "Your looking like Rom." DAS IST KEIN KOMPLIMENT! Er ist ein Ferengi, und da könne man auch schonmal ein bisschen übertreiben und z.B. sagen "You look like Jonathan Frakes!"
Als er zur Audition eingeladen wurde, wusste er nicht, was ein Ferengie ist. Was er in der Ausschreibung las konnte er aber nicht glauben. Sein Zimmergenosse und sein Bruder erklärten Ihm das dann unmissverständlich, so wie sie die Ferengie in ihrem ersten erscheinen in einer TNG-Folge kannten: Geldgierige kapitalistische wilde zischende Gnome (er spielt das ein bisschen vor). Während der Audition erzählte was sein Zimmernachbar und Bruder ihm beschrieben und spielte er das genau so. Daraufhin sagte die Jury zu Ihm: "Tell your Brother and your Roommate that we have a job for them!"
Jedenfalls hatte er seine Audition vermasselt und wunderte sich, als er erneut eingeladen wurde ... und vermasselte es wieder. Er sass gefrustet auf der Eingangstreppe, als Armin Shimmerman vorbeikam, der ebenfalls vorgesprochen hatte. Er meinte, "Its between us!". Woher wusste er das? Armin sagt, sie haben nur 2 "short people" eingeladen! Weiser Armin!
Angesprochen auf seinen Einfluss auf die Rolle des Rum erklärte Max, dass dies meist nur indirekt funktioniere. Die Autoren sähen, wie ein Schauspieler die Rolle mit Leben füllt, und was er besonders gut macht bzw. worin er gut ist. Und dann bauen Sie die Rolle in der entsprechender Richtung aus.
Zum Abschluss seines Panels singt Max uns noch ein selbstgedichtetes Lied nach der Melodie von Reinhard May's "Über den Wolken". Bei Ihm lautet die Titelzeile etwa so: "Über den Vulkan-i-er, den Klingonen spricht man, aber ich finde den Ferengi interessant"
Richard Arnold
Richard Arnold ist der Star Trek Experte schlechthin. Gene Roddenberry hat Ihn immer hinzugezogen bei Fragen zur Historie u.s.w. Auch war er gut befreundet mit Familie Roddenberry seit Ron Roddenberry's Geburt und er hat wohl weltweit die meisten Conventions überhaupt besucht. Zum Gedenken an Majel Roddenberry, die am 18. Dezember letzten Jahres verstorben ist, zeigte er einen Film mit Bildern und Film-Szenen aus Ihrem Leben, diversen Filmen und Urlaubsvideos.Im neuen Star Trek Film spielt Richard eine Comparsen-Rolle als Romulaner. Er ist für 2,5 Sekunden zu sehen. Da der neue Film fast ausschliesslich von Leuten gemacht wurde, die bisher keine Verbindung zu Star Trek hatten, wird dieses "Convention thing" um den Kult für sie noch eine zu lernende Erfahrung sein. Bin gespannt, wann wir die ersten Schauspieler auf der FedCon sehen werden. Allerdings ist genau das für viele auch ein "Problem". Einen William Shattner oder Leonard Nimoy wechselt man nicht aus. Der neue Regisseur hat alle ehemaligen Beteiligten (inkl. Richard) angerufen und ihnen versichert, das er ihr "Erbe" ehren und achten wird. Richard zitiert einen Artikel der Times, der sich positiv des neuen Films annimt: "Well, yes. It’s a phenomenon, Jim, but not as we know it."
Marc Alaimo
Marc Alaimo bewunderte den Saal des Maritim und würde gern Shakespeare hier spielen. Zusammen mit anderen Schauspielern wurde eine Sightseeing-Tour gemacht. Am beeindruckendsten fand der den Kölner Dom. Während des Panels hatte er leichte Probleme mit dem akustischen verstehen der Fragen und kniete sich direkt vor die Lautsprecherbox.Jeffrey Combs
Vor der Opening Ceromony gab es noch ein Panel von Jeffrey Combs, der diverse Rollen in verschiedenen Star Trek Serien gespielt hat, wie z.B. den Andorianer Shran bei Enterprise, Weyoun bei DS9 oder Brunt bei Voyager. Immer in viele Schichten Makeup verpackt.Das besondere z.B. an seiner Rolle als Weyoun war, das er oft starb. Als er Weyoun das erstemal spielte verlieh er Ihr so viel Ausdruck und somit Potential, dass die Autoren es bedauerten ihn direkt um die Ecke gebracht zu haben. Und so wurde das Clonen der Rasse Vorta erfunden. Und er wurde 7 mal gecloned. Beim Lesen des Skripts für seine nächste Episode konnte er dann gelassen über den Umstand hinweg sehen: "They killed me again? Well!"
Mittwoch, 29. April 2009
INBOX ZERO !!!
Ich gehöre auch zu denen, die Ihre ToDo's in Form von eMails im Posteingang sammeln. Die Subjects sagen oft nicht aus, was genau die Aufgabe ist, wie die Prio ist. Man sucht manchmal lange nach der richtigen eMail. Einige verstauben am Ende der Liste weil sie längst erledigt oder unwichtig sind. Und der stete Nachschub an neuen eMails will nicht enden.
Das größte Ärgernis ist aber der fehlende Überblick. Direkt am 1. Tag nach der JAX habe ich in Outlook die erforderlichen Ordner angelegt, um den Posteingang basierend auf der INBOX-ZERO-Methode von Merlin Mann sortieren zu können:
/NEXT ACTION/
/ACTION/
/SOME DAY/
/WAITING ON/
Jeden Tag eine Stunde habe ich dann die eMails durchgekämmt. eMails entsprechend sortiert, wenn sie nicht direkt gelöscht oder binnen 2 Minuten beantwortet oder erledigt werden konnten. Im Endeffekt habe ich 70 % der ca. 200 eMails löschen, erledigen, deligieren oder archivieren können. Der Rest wartet nun in anderen Ordnern auf Bearbeitung. Schwierig fand ich die Wahl, ob ich direkt bearbeiten oder in die Action-Ordner verschieben sollte. Ich bin gespannt, ob der eMail-Berg so nicht einfach nur in anderen Ordnern sein Dasein fristen wird.
Ein zusätzlicher Motivations-Tip von Stefan Roock (dem Speaker des letzte Woche erwähnten JAX-Vortrages) lautet: immer wenn man die Inbox mal wieder leergeräumt hat, einen Tweet "INBOX ZERO" abzusetzen.
Das größte Ärgernis ist aber der fehlende Überblick. Direkt am 1. Tag nach der JAX habe ich in Outlook die erforderlichen Ordner angelegt, um den Posteingang basierend auf der INBOX-ZERO-Methode von Merlin Mann sortieren zu können:
/NEXT ACTION/
/ACTION/
/SOME DAY/
/WAITING ON/
Jeden Tag eine Stunde habe ich dann die eMails durchgekämmt. eMails entsprechend sortiert, wenn sie nicht direkt gelöscht oder binnen 2 Minuten beantwortet oder erledigt werden konnten. Im Endeffekt habe ich 70 % der ca. 200 eMails löschen, erledigen, deligieren oder archivieren können. Der Rest wartet nun in anderen Ordnern auf Bearbeitung. Schwierig fand ich die Wahl, ob ich direkt bearbeiten oder in die Action-Ordner verschieben sollte. Ich bin gespannt, ob der eMail-Berg so nicht einfach nur in anderen Ordnern sein Dasein fristen wird.
Ein zusätzlicher Motivations-Tip von Stefan Roock (dem Speaker des letzte Woche erwähnten JAX-Vortrages) lautet: immer wenn man die Inbox mal wieder leergeräumt hat, einen Tweet "INBOX ZERO" abzusetzen.
Mittwoch, 22. April 2009
JAX 09 - Tag 3 - Retrospektive
Last- und Stresstest mit the Grinder 3
Andreas Spall stellte in seinem Short-Talk Grinder 3 als Lasttesttool und Alternative zu JMeter vor. Von einer Konsole aus steuert man über Agenten auf verschiedenen Rechnern diverse Worker die die Last erzeugen. Mit Grinder soll sich das Aufzeichnen und Abspielen gut durchführen lassen.
Keynote: JRuby Past, Present and Future
die Keynote zu JRuby von Charles Nutter hat Michael Johann (Chefredakteur des Magazins RailsWay) perfekt zusammengefasst: Artikel. Es war eine beeindruckende Präsentation, da sämtliche Beispiele "in Echtzeit" nachvollziehbar von Ihm gecoded wurden.
Komplex, oder doch nur kompliziert?
Der letzte Talk am 3. Tag drehte sich wieder um Projektmanagement. Guido Zockoll zog eine sehr interessanten Vergleich zum Schachspiel mit Start-, Mittel- und Endspiel. Zu Beginn des Schachspiels ist die Stellung bekannt und man hat ein einfaches Problem vorliegen, das man nach Katalog der Spieleröffnungen spielen kann. Beim Endspiel (z.B: König mit Pferdchen und Läufer gegen den verbliebenen gegnerischen König) ist es ein schwieriges bzw. kompliziertes Spiel, das aber auch mit Disziplin und Übung lösbar ist. Ganz anders sieht es im Mittelspiel aus, wenn die Figuren über das Spielbrett verteilt sind. Hierbei handelt es sich um ein komplexes Spiel, in dem sich der Schachspieler mit unüberschaubar vielen Möglichkeiten konfrontiert sieht, die er mit Bauchgefühl, Erfahrung und Heuristiken (Pferd am Rand bringt Kummer und Schand) angeht.
Übertragen auf die IT bzw. das Projektmanagement zeigt sich, das Projekte wesentlich komplexer sind als Schach, da die "Felder, Figuren und Zugmöglichkeiten" wesentlich umfangreicher bzw. Variantenreicher sind. Aber die Lösungsansätze können gut übernommen werden. Ein Schachspieler passt seine Vorgehensweise der Situation entsprechend an. Ein Projektleiter sollte das auch tun.
Andreas Spall stellte in seinem Short-Talk Grinder 3 als Lasttesttool und Alternative zu JMeter vor. Von einer Konsole aus steuert man über Agenten auf verschiedenen Rechnern diverse Worker die die Last erzeugen. Mit Grinder soll sich das Aufzeichnen und Abspielen gut durchführen lassen.
Keynote: JRuby Past, Present and Future
die Keynote zu JRuby von Charles Nutter hat Michael Johann (Chefredakteur des Magazins RailsWay) perfekt zusammengefasst: Artikel. Es war eine beeindruckende Präsentation, da sämtliche Beispiele "in Echtzeit" nachvollziehbar von Ihm gecoded wurden.
Komplex, oder doch nur kompliziert?
Der letzte Talk am 3. Tag drehte sich wieder um Projektmanagement. Guido Zockoll zog eine sehr interessanten Vergleich zum Schachspiel mit Start-, Mittel- und Endspiel. Zu Beginn des Schachspiels ist die Stellung bekannt und man hat ein einfaches Problem vorliegen, das man nach Katalog der Spieleröffnungen spielen kann. Beim Endspiel (z.B: König mit Pferdchen und Läufer gegen den verbliebenen gegnerischen König) ist es ein schwieriges bzw. kompliziertes Spiel, das aber auch mit Disziplin und Übung lösbar ist. Ganz anders sieht es im Mittelspiel aus, wenn die Figuren über das Spielbrett verteilt sind. Hierbei handelt es sich um ein komplexes Spiel, in dem sich der Schachspieler mit unüberschaubar vielen Möglichkeiten konfrontiert sieht, die er mit Bauchgefühl, Erfahrung und Heuristiken (Pferd am Rand bringt Kummer und Schand) angeht.
Übertragen auf die IT bzw. das Projektmanagement zeigt sich, das Projekte wesentlich komplexer sind als Schach, da die "Felder, Figuren und Zugmöglichkeiten" wesentlich umfangreicher bzw. Variantenreicher sind. Aber die Lösungsansätze können gut übernommen werden. Ein Schachspieler passt seine Vorgehensweise der Situation entsprechend an. Ein Projektleiter sollte das auch tun.
JAX 09 - Tag 3
Heute begann das Programm schon um 8:30 und in der Pause funktionierte das WLAN nur sehr unzuverlässig.
Who is BIRT? (BIRT Day)
Gestartet habe ich den Tag mit den ersten beiden Vorträgen des BIRT Day. D.h. mit der Einführungsfrage "Was ist BIRT eigentlich?" und wohin geht die Reise mit der nächsten Version. Geplant ist, die Versionsnummern mit denen von Eclipse zu synchronisieren, so das Eclipse 3.5 zusammen mit BIRT 2.5 im Juni erscheinen wird.
Es war nichts wirklich überraschendes dabei, da ich mich vorab schon mit BIRT, Pentaho und Jasper etwas auseinandergesetzt habe. Solides Werkzeug, das auch in kommerziellen Produkten eingesetzt wird. z.B. in IBM Tivoli
Java Best Practices mit aktuellen Frameworks
Arno Haase gab einen Praxiseinblick der üblichen Herausforderungen, die man bei Verwendung großer Frameworks wie Spring trotzdem noch hat, weil auch diese Frameworks natürlich noch Lücken aufweisen (müssen?):
Logging mittels Log4J bitte unter Beachtung der Bedürfnisse des Betriebs (keine 2 GB Log pro Tag trotz Info-Modus), einem sauberen Handling von Exceptions an den Systemgrenzen, der Beachtung von Parallelität von Threads (insb. in Sessions z.B. mit Ajax), dem Umgang mit Änderungen an Konfigurationsdateien im laufenden Betrieb und schließlich mit JUnit Tests, die möglichst nicht alle Komponenten des Systems zur Testzeit benötigen sollten.
Auch diese Aussagen sind eigentlich selbstverständlich, werden aber scheinbar in vielen Projekten nicht beachtet.
Keynote: Fette Maschinen brauchen schlanke Software
von Claus Alfert. Er führt ein in die Keynote mit einem Abriss über die Geschichte der Hardware-Entwicklung nach Moores Gesetz, nachdem sich die Zahl der Transistoren alle zwei Jahre verdoppelt (nicht die Taktfrequenz!). Aktuell stehen wir bekanntlich an der Schwelle, mit der dieses Gesetz zu einer Vervielfachung der Kerne führt, die aber von der Software nicht wirklich genutzt werden können. Supercomputer werden bald Millionen von CPUs haben und auch die Entwicklung im Enterprise Markt wird in diese Richtung gehen. Aber wie sollen die Kerne ausgenutzt werden, um weiterhin Leistungssteigerungen mitnehmen zu können?
Das Amdahlsche Gesetz zeigt den maximalen Speedup für Programme durch Parallelisierung mit mehreren CPUs. Bei einer Parallelisierbarkeit der Codeausführung von 50% kommt man danach gerade mal auf einen Speedup-Faktor von 2 bei beliebig vielen CPUs. Erst mit sehr hoher Parallelisierbarkeit über 99 % kommt man der 16fachen Geschwindigkeit nah. Aber das ist richtig schwer zu erreichen.
Mit Java ist automatisches Multithreading aufgrund der für diesen Zweck ungünstig gewählten Primitive schwierig umzusetzen (Ist z.B. die Reihenfolge von Zuweisungen relevant?). Dadurch kann der Compiler nicht optimieren und die meisten CPUs werden sich langweilen.
An 3 Beispielen zeigt Herr Alfert in seinem souveränen fesselnden Vortrag auf, wie das Problem angegangen werden könnte: Funktionale Programmierung (wie z.B. in Sprache Erlang), Transactional Memory und Actors.
So senden sich Actors gegenseitig asynchron Nachrichten auf die Sie reagieren können oder nicht und können auf diese Weise warten und anderweitig weiterarbeiten, bzw. Abhängigkeiten entkoppeln. Scala implementiert Actors. Es handelt sich um einen Hybrid aus Objekt-Orientierter-Programmierung und Funktionaler Programmierung. Dabei können über 1 Million Actors pro JVM aktiv sein, während Threads gerade mal auf 3000 bis 4000 gleichzeitig kommen können.
Das heißt dann wohl, dass über kurz oder lang neue Sprachen kommen werden, die mit mehr Wissen um die Abhängigkeiten der einzelnen Aktivitäten die Arbeitsschritte optimieren und auf die CPUs verteilen können, um die Hardware zu nutzen. Vorübergehend lässt sich mit mehreren virtuellen Systemen auf einem Blech noch etwas Zeit schinden.
S.O.S. - Mein Chef sagt, wir brauchen einen ESB
Nachdem auch wir schon vor der Frage standen "ESB oder nicht ESB" und uns gegen einen ESB entschieden haben, war es sehr interessant zu sehen, das wir damit nicht ganz alleine stehen. Bzgl. des Titels des Talks wünschen sich wahrscheinlich viele Architekten, das es den "Man-In-Black-Gedächtnis-Löscher" gäbe, wenn der Chef einen Vortrag einer Firma gesehen hat, die Ihren ESB als Komplexität reduzierende Wunderlösung dargestellt hat. Die Komplexität kann man nicht reduzieren. Sie wird nur in einer wilden Konfiguration des ESB versteckt.
Thilo Frotscher gab hierzu aber keine klare Richtlinie vor, das diese Entscheidung im Einzelfall entschieden werden muss. Ein kommerzieller ESB löst im Allgemeinen alle Probleme, aber auch die die man ohne nicht hätte. D.h. der Umfang und Overhead ist das Kriterium. Leider ist nicht genau festgelegt, was zu einem ESB gehört und so unterscheiden sich die Angebote stark: Messaging System, Binding Komponenten, Transformation, Filter, Routing, Mediation, ... . Zudem hat man oftr langwierige Einführungsphasen, bevor die ESB-gestützte Lösung lauffähig, währen neue Anforderungen verzögert werden, was die Fachbereiche nicht gerne sehen.
Es gibt aber auch die schlanke Variante, sich seinen ESB mit Open Source Produkten selbst nach seinen Anforderungen zusammenzubauen. So kann man klein anfangen und das System schrittweise ausbauen und hält sich trotzdem noch die Tür auf, irgendwann einen kommerziellen ESB einzusetzen.
Mit Active MQ als Messaging-Kern, Apache Camel fürs interne Routing und Apache Synapse als externer SOAP-Router hat man entsprechende Bausteine, die einen minimalen ESB nachbilden, dessen interne Struktur bekannt ist und dessen Einzelteile austauschbar sind. Dafür ist es aber fehlerträchtiger als eine Fertiglösung, weil man die Komponenten erstmal aufeinander abstimmen muss.
Schließlich gab es noch ein paar Weisheiten zum Ausklang des Themas, die gerne verbreitet werden:
"Point2Point ist nicht schlimm!" aber zunehmend gefährlich weil komplex!
"ESB-Konfiguration ist Spaghetti-Code" aber einfacher änderbar.
"ESB nur für große Unternehmen!" aber braucht man unbedingt ein System für alles? Insellösungen funktionieren auch oft.
"Anzugträger empfehlen SOA mit ESB, Jeans- und Turnschuh-Träger klären auf und sagen es geht auch ohne ESB." aber eigentlich geht beides, nur sind die Aufwände unterschiedlich und das führt wieder zum "Es kommt drauf an."
Am Ende gibt es also zu "SOA nur Meinungen aber kaum Fakten".
Keynote: Prozesskomposition in realen Unternehmensszenarien
Herr Thomas Volmering von SAP stellte in seiner Keynote das "ultimative Manager-Tool" vor, mit dem Geschäftsprozesse in BPMN modelliert und dann in Code und somit in die Tat umgesetzt werden könnten, wenn das System dereinst mal fertig sein wird. Auch wenn er (im auf Eclipse aufsetzenden Tool) schon einige Schritte demonstrierte, wird es wohl noch Jahre dauern, bis das in Produktion nutzbar sein wird (Aussage eines BPM Evangelisten: 10 Jahre).
Wer sich das aber mal ansehen möchte kann bei SAP eine Trial-Version herunterladen.
Wenn Scrum zu eng wird - agil in größeren Projekten
Ist das ein Widerspruch? Es entsteht der Eindruck, das Scrum und herkömmliches Vorgehen einander nicht vertragen. Bernd Österreich bezeichnet Scrum als die Anti-These zur starren alten "Wasserfall"-Vorgehensweise, die noch zeigen muss, ob sie den Wertewandel einleitet oder nur ein Hype ist.
Aber das alte System hat Schwächen. Kaum ein Projekt läuft Problemlos. Wer aber das Alte kennt und das Neue ausprobiert, kann aus der Kombination weiterkommen. Sein Vortrag läuft darauf hinaus, dass man zum Beispiel das Anforderungsmanagement (AM) in Scrum übernimmt um das Backlog zu befüllen. Prinzipiell funktioniert Scrum auch ohne AM durch die eigenen Mechanismen der Retrospektive, aber erst im Laufe der Iterationen und Realisierung. Einfacher und planbarer wird es aber durch eine vorgeschaltete AM.
Practical Polyglot Programming: Groovy, Scala, JRuby, Jython and Clojure
Dieser Vortrag klang sehr interessant, brachte mir aber leider nichts, da der Speaker ein sehr schwer verständliches gebrochenes Englisch sprach und viel zu schnell mittels Eclipse durch seine Sourcen sprang. Alle 30 Sekunden verabschiedete sich ein Zuhörer durch Verlassen des Raumes und schließlich habe auch ich nicht durchgehalten.
Nach soviel Input kam ich nicht mehr dazu alles sofort zusammenzufassen. Deshalb etwas verspätet die Infos im Blog.
Who is BIRT? (BIRT Day)
Gestartet habe ich den Tag mit den ersten beiden Vorträgen des BIRT Day. D.h. mit der Einführungsfrage "Was ist BIRT eigentlich?" und wohin geht die Reise mit der nächsten Version. Geplant ist, die Versionsnummern mit denen von Eclipse zu synchronisieren, so das Eclipse 3.5 zusammen mit BIRT 2.5 im Juni erscheinen wird.
Es war nichts wirklich überraschendes dabei, da ich mich vorab schon mit BIRT, Pentaho und Jasper etwas auseinandergesetzt habe. Solides Werkzeug, das auch in kommerziellen Produkten eingesetzt wird. z.B. in IBM Tivoli
Java Best Practices mit aktuellen Frameworks
Arno Haase gab einen Praxiseinblick der üblichen Herausforderungen, die man bei Verwendung großer Frameworks wie Spring trotzdem noch hat, weil auch diese Frameworks natürlich noch Lücken aufweisen (müssen?):
Logging mittels Log4J bitte unter Beachtung der Bedürfnisse des Betriebs (keine 2 GB Log pro Tag trotz Info-Modus), einem sauberen Handling von Exceptions an den Systemgrenzen, der Beachtung von Parallelität von Threads (insb. in Sessions z.B. mit Ajax), dem Umgang mit Änderungen an Konfigurationsdateien im laufenden Betrieb und schließlich mit JUnit Tests, die möglichst nicht alle Komponenten des Systems zur Testzeit benötigen sollten.
Auch diese Aussagen sind eigentlich selbstverständlich, werden aber scheinbar in vielen Projekten nicht beachtet.
Keynote: Fette Maschinen brauchen schlanke Software
von Claus Alfert. Er führt ein in die Keynote mit einem Abriss über die Geschichte der Hardware-Entwicklung nach Moores Gesetz, nachdem sich die Zahl der Transistoren alle zwei Jahre verdoppelt (nicht die Taktfrequenz!). Aktuell stehen wir bekanntlich an der Schwelle, mit der dieses Gesetz zu einer Vervielfachung der Kerne führt, die aber von der Software nicht wirklich genutzt werden können. Supercomputer werden bald Millionen von CPUs haben und auch die Entwicklung im Enterprise Markt wird in diese Richtung gehen. Aber wie sollen die Kerne ausgenutzt werden, um weiterhin Leistungssteigerungen mitnehmen zu können?
Das Amdahlsche Gesetz zeigt den maximalen Speedup für Programme durch Parallelisierung mit mehreren CPUs. Bei einer Parallelisierbarkeit der Codeausführung von 50% kommt man danach gerade mal auf einen Speedup-Faktor von 2 bei beliebig vielen CPUs. Erst mit sehr hoher Parallelisierbarkeit über 99 % kommt man der 16fachen Geschwindigkeit nah. Aber das ist richtig schwer zu erreichen.
Mit Java ist automatisches Multithreading aufgrund der für diesen Zweck ungünstig gewählten Primitive schwierig umzusetzen (Ist z.B. die Reihenfolge von Zuweisungen relevant?). Dadurch kann der Compiler nicht optimieren und die meisten CPUs werden sich langweilen.
An 3 Beispielen zeigt Herr Alfert in seinem souveränen fesselnden Vortrag auf, wie das Problem angegangen werden könnte: Funktionale Programmierung (wie z.B. in Sprache Erlang), Transactional Memory und Actors.
So senden sich Actors gegenseitig asynchron Nachrichten auf die Sie reagieren können oder nicht und können auf diese Weise warten und anderweitig weiterarbeiten, bzw. Abhängigkeiten entkoppeln. Scala implementiert Actors. Es handelt sich um einen Hybrid aus Objekt-Orientierter-Programmierung und Funktionaler Programmierung. Dabei können über 1 Million Actors pro JVM aktiv sein, während Threads gerade mal auf 3000 bis 4000 gleichzeitig kommen können.
Das heißt dann wohl, dass über kurz oder lang neue Sprachen kommen werden, die mit mehr Wissen um die Abhängigkeiten der einzelnen Aktivitäten die Arbeitsschritte optimieren und auf die CPUs verteilen können, um die Hardware zu nutzen. Vorübergehend lässt sich mit mehreren virtuellen Systemen auf einem Blech noch etwas Zeit schinden.
S.O.S. - Mein Chef sagt, wir brauchen einen ESB
Nachdem auch wir schon vor der Frage standen "ESB oder nicht ESB" und uns gegen einen ESB entschieden haben, war es sehr interessant zu sehen, das wir damit nicht ganz alleine stehen. Bzgl. des Titels des Talks wünschen sich wahrscheinlich viele Architekten, das es den "Man-In-Black-Gedächtnis-Löscher" gäbe, wenn der Chef einen Vortrag einer Firma gesehen hat, die Ihren ESB als Komplexität reduzierende Wunderlösung dargestellt hat. Die Komplexität kann man nicht reduzieren. Sie wird nur in einer wilden Konfiguration des ESB versteckt.
Thilo Frotscher gab hierzu aber keine klare Richtlinie vor, das diese Entscheidung im Einzelfall entschieden werden muss. Ein kommerzieller ESB löst im Allgemeinen alle Probleme, aber auch die die man ohne nicht hätte. D.h. der Umfang und Overhead ist das Kriterium. Leider ist nicht genau festgelegt, was zu einem ESB gehört und so unterscheiden sich die Angebote stark: Messaging System, Binding Komponenten, Transformation, Filter, Routing, Mediation, ... . Zudem hat man oftr langwierige Einführungsphasen, bevor die ESB-gestützte Lösung lauffähig, währen neue Anforderungen verzögert werden, was die Fachbereiche nicht gerne sehen.
Es gibt aber auch die schlanke Variante, sich seinen ESB mit Open Source Produkten selbst nach seinen Anforderungen zusammenzubauen. So kann man klein anfangen und das System schrittweise ausbauen und hält sich trotzdem noch die Tür auf, irgendwann einen kommerziellen ESB einzusetzen.
Mit Active MQ als Messaging-Kern, Apache Camel fürs interne Routing und Apache Synapse als externer SOAP-Router hat man entsprechende Bausteine, die einen minimalen ESB nachbilden, dessen interne Struktur bekannt ist und dessen Einzelteile austauschbar sind. Dafür ist es aber fehlerträchtiger als eine Fertiglösung, weil man die Komponenten erstmal aufeinander abstimmen muss.
Schließlich gab es noch ein paar Weisheiten zum Ausklang des Themas, die gerne verbreitet werden:
"Point2Point ist nicht schlimm!" aber zunehmend gefährlich weil komplex!
"ESB-Konfiguration ist Spaghetti-Code" aber einfacher änderbar.
"ESB nur für große Unternehmen!" aber braucht man unbedingt ein System für alles? Insellösungen funktionieren auch oft.
"Anzugträger empfehlen SOA mit ESB, Jeans- und Turnschuh-Träger klären auf und sagen es geht auch ohne ESB." aber eigentlich geht beides, nur sind die Aufwände unterschiedlich und das führt wieder zum "Es kommt drauf an."
Am Ende gibt es also zu "SOA nur Meinungen aber kaum Fakten".
Keynote: Prozesskomposition in realen Unternehmensszenarien
Herr Thomas Volmering von SAP stellte in seiner Keynote das "ultimative Manager-Tool" vor, mit dem Geschäftsprozesse in BPMN modelliert und dann in Code und somit in die Tat umgesetzt werden könnten, wenn das System dereinst mal fertig sein wird. Auch wenn er (im auf Eclipse aufsetzenden Tool) schon einige Schritte demonstrierte, wird es wohl noch Jahre dauern, bis das in Produktion nutzbar sein wird (Aussage eines BPM Evangelisten: 10 Jahre).
Wer sich das aber mal ansehen möchte kann bei SAP eine Trial-Version herunterladen.
Wenn Scrum zu eng wird - agil in größeren Projekten
Ist das ein Widerspruch? Es entsteht der Eindruck, das Scrum und herkömmliches Vorgehen einander nicht vertragen. Bernd Österreich bezeichnet Scrum als die Anti-These zur starren alten "Wasserfall"-Vorgehensweise, die noch zeigen muss, ob sie den Wertewandel einleitet oder nur ein Hype ist.
Aber das alte System hat Schwächen. Kaum ein Projekt läuft Problemlos. Wer aber das Alte kennt und das Neue ausprobiert, kann aus der Kombination weiterkommen. Sein Vortrag läuft darauf hinaus, dass man zum Beispiel das Anforderungsmanagement (AM) in Scrum übernimmt um das Backlog zu befüllen. Prinzipiell funktioniert Scrum auch ohne AM durch die eigenen Mechanismen der Retrospektive, aber erst im Laufe der Iterationen und Realisierung. Einfacher und planbarer wird es aber durch eine vorgeschaltete AM.
Practical Polyglot Programming: Groovy, Scala, JRuby, Jython and Clojure
Dieser Vortrag klang sehr interessant, brachte mir aber leider nichts, da der Speaker ein sehr schwer verständliches gebrochenes Englisch sprach und viel zu schnell mittels Eclipse durch seine Sourcen sprang. Alle 30 Sekunden verabschiedete sich ein Zuhörer durch Verlassen des Raumes und schließlich habe auch ich nicht durchgehalten.
Nach soviel Input kam ich nicht mehr dazu alles sofort zusammenzufassen. Deshalb etwas verspätet die Infos im Blog.
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