Freitag, 1. Mai 2009

Federation Convention 18

Die FedCon 18 hat Ihre Tore in Bonn Bad Godesberg im Maritim geöffnet. Für 3 Tage herrscht dort wieder der intergalaktische Ausnahmezustand. Gefühlt und wahrscheinlich auch real sind dieses Jahr soviele Stargäste an Bord, wie nie zuvor. Die Gästeliste findet Ihr auf der offiziellen Website des Veranstalters.

Der erste Tag begann wie üblich mit der Anmeldung für die Con im nächsten Jahr ab 9 Uhr. Um 10 Uhr war dann Einlaß und ein erster Streifzug durch die Räumlichkeiten, Händler und Ausstellerbereiche folgte. Ab 12 Uhr begann das Programm und um 14 Uhr startete mit einer akademischen Verzögerung von 15 Minuten das erste Starpanel von Richard Hatch.


Richard Hatch


Richard Hatch
(alias Apollo bzw. Tom Zarek) war bereits vor einigen Jahren auf Con 10 und zeigte einen Trailer ("Second Coming" 12 Jahre alt) den er zusammen mit Schauspielern und Special Effects Leuten und Fans erstellt hatte, um die alte Serie wiederzubeleben. Die Studios glaubten nicht, das es Fans für das alte Zeug gibt. Aber mit diesem Trailer und dem Feedback der Fans gelang es ihm offensichtlich das Studio zu überzeugen.



Er selbst ist (Überraschung) ein big Fan der BSG Serie. Als ihm dann die Rolle Tom Zarek, eine Art Nelson Mandela (nur etwas düsterer angelegt) angeboten wurde, konnte er nicht nein sagen. Von allen Rollen die er gespielt hat ist diese seine Lieblingsrolle.

Aktuell wird geplant/gearbeitet an neuem Dreh der Originalfilme. Und schliesslich zeigt er noch einen Trailer vom Ende Season 3, der uns ein bisschen spoilt, aber das läßt sich auf der FedCon eigentlich nie umgehen.


Max Grodenchik

"Wer mich noch nicht live gesehen hat: So sehe ich aus. Ich spiele Quark ..." Ungefär mit diesen Worten eröffnete Max Grodenchik sein Panel. Er spricht sehr gut deutsch und sticht damit natürlich alle anderen Schauspieler die dieses Jahr anwesend sind locker aus. Er beginnt damit aus dem Programmheft zu zitieren und weisst auf die Fehler hin: Es ist nicht richtig im Programmheft geschrieben, dass er fliessend deutsch spreche und das Geburtsdatum sein auch falsch. Seltsamerweise sei auch sein Name auf Bajoranische Art geschrieben woren: Grodenchik Max, während alle anderen Schauspieler korrekt geschrieben wurden.

Er hört oft: "Your looking like Rom." DAS IST KEIN KOMPLIMENT! Er ist ein Ferengi, und da könne man auch schonmal ein bisschen übertreiben und z.B. sagen "You look like Jonathan Frakes!"

Als er zur Audition eingeladen wurde, wusste er nicht, was ein Ferengie ist. Was er in der Ausschreibung las konnte er aber nicht glauben. Sein Zimmergenosse und sein Bruder erklärten Ihm das dann unmissverständlich, so wie sie die Ferengie in ihrem ersten erscheinen in einer TNG-Folge kannten: Geldgierige kapitalistische wilde zischende Gnome (er spielt das ein bisschen vor). Während der Audition erzählte was sein Zimmernachbar und Bruder ihm beschrieben und spielte er das genau so. Daraufhin sagte die Jury zu Ihm: "Tell your Brother and your Roommate that we have a job for them!"

Jedenfalls hatte er seine Audition vermasselt und wunderte sich, als er erneut eingeladen wurde ... und vermasselte es wieder. Er sass gefrustet auf der Eingangstreppe, als Armin Shimmerman vorbeikam, der ebenfalls vorgesprochen hatte. Er meinte, "Its between us!". Woher wusste er das? Armin sagt, sie haben nur 2 "short people" eingeladen! Weiser Armin!

Angesprochen auf seinen Einfluss auf die Rolle des Rum erklärte Max, dass dies meist nur indirekt funktioniere. Die Autoren sähen, wie ein Schauspieler die Rolle mit Leben füllt, und was er besonders gut macht bzw. worin er gut ist. Und dann bauen Sie die Rolle in der entsprechender Richtung aus.

Zum Abschluss seines Panels singt Max uns noch ein selbstgedichtetes Lied nach der Melodie von Reinhard May's "Über den Wolken". Bei Ihm lautet die Titelzeile etwa so: "Über den Vulkan-i-er, den Klingonen spricht man, aber ich finde den Ferengi interessant"


Richard Arnold

Richard Arnold ist der Star Trek Experte schlechthin. Gene Roddenberry hat Ihn immer hinzugezogen bei Fragen zur Historie u.s.w. Auch war er gut befreundet mit Familie Roddenberry seit Ron Roddenberry's Geburt und er hat wohl weltweit die meisten Conventions überhaupt besucht. Zum Gedenken an Majel Roddenberry, die am 18. Dezember letzten Jahres verstorben ist, zeigte er einen Film mit Bildern und Film-Szenen aus Ihrem Leben, diversen Filmen und Urlaubsvideos.

Im neuen Star Trek Film spielt Richard eine Comparsen-Rolle als Romulaner. Er ist für 2,5 Sekunden zu sehen. Da der neue Film fast ausschliesslich von Leuten gemacht wurde, die bisher keine Verbindung zu Star Trek hatten, wird dieses "Convention thing" um den Kult für sie noch eine zu lernende Erfahrung sein. Bin gespannt, wann wir die ersten Schauspieler auf der FedCon sehen werden. Allerdings ist genau das für viele auch ein "Problem". Einen William Shattner oder Leonard Nimoy wechselt man nicht aus. Der neue Regisseur hat alle ehemaligen Beteiligten (inkl. Richard) angerufen und ihnen versichert, das er ihr "Erbe" ehren und achten wird. Richard zitiert einen Artikel der Times, der sich positiv des neuen Films annimt: "Well, yes. It’s a phenomenon, Jim, but not as we know it."


Marc Alaimo

Marc Alaimo bewunderte den Saal des Maritim und würde gern Shakespeare hier spielen. Zusammen mit anderen Schauspielern wurde eine Sightseeing-Tour gemacht. Am beeindruckendsten fand der den Kölner Dom. Während des Panels hatte er leichte Probleme mit dem akustischen verstehen der Fragen und kniete sich direkt vor die Lautsprecherbox.



Jeffrey Combs

Vor der Opening Ceromony gab es noch ein Panel von Jeffrey Combs, der diverse Rollen in verschiedenen Star Trek Serien gespielt hat, wie z.B. den Andorianer Shran bei Enterprise, Weyoun bei DS9 oder Brunt bei Voyager. Immer in viele Schichten Makeup verpackt.

Das besondere z.B. an seiner Rolle als Weyoun war, das er oft starb. Als er Weyoun das erstemal spielte verlieh er Ihr so viel Ausdruck und somit Potential, dass die Autoren es bedauerten ihn direkt um die Ecke gebracht zu haben. Und so wurde das Clonen der Rasse Vorta erfunden. Und er wurde 7 mal gecloned. Beim Lesen des Skripts für seine nächste Episode konnte er dann gelassen über den Umstand hinweg sehen: "They killed me again? Well!"